Bei drei Gegenstimmen hat der Gemeinderat am Donnerstagabend den Haushalt verabschiedet. Zuvor hat Kämmerer Klemens Walter die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen der Finanzen erläutert.
Schramberg. Beim Ergebnishaushalt mit einem Gesamtvolumen von mehr als 75 Millionen Euro gebe es ein leichtes Minus von 48.000 Euro, so Walter. Allerdings werde Schramberg gut neun Millionen Euro neue Kredite aufnehmen müssen.

Bis Corona sei die Finanzlage „sehr stabil“ gewesen, die Schulden nahe Null. Nach Corona habe es „einen extremen Anstieg“ bei den gewerbesteuereinnahmen gegeben. Auch die Zuweisungen seinen stark gestiegen. Das habe sich dann umgedreht. Inzwischen machten sich die Konsolidierungsmaßnahmen bemerkbar und man habe einen ausgeglichenen Haushalt erreicht.
Die städtischen Ausgaben für Personal, Sach- und Dienstleistungen stiegen kontinuierlich wegen der Tariferhöhungen und der allgemeinen Inflation.

Beim Ausblick stellte Walter fest, dass der Zahlungsmittelüberschuss, also das Geld, das die Stadt für Investitionen einsetzen kann, „in den kommenden Jahren relativ gering“ bleiben werde.
16 Millionen Euro für Investitionen
In der Vergangenheit und auch in Zukunft werde die Stadt schwerpunktmäßig in die Schulen, Kitas und Hallen investieren. Im Jahr 2026 sind knapp 16 Millionen Euro für Investitionen geplant. Die Verschuldung wird bis Jahresende auf 12,5 Millionen steigen. „Wir sind an einem Punkt, an dem die Finanzmittel aufgebraucht sind“, so Walter. Jetzt müssten Investitionen eben fremdfinanziert werden. „Die Schulden werden deutlich ansteigen.“

Nach den Haushaltsreden stimmte der Rat mit großer Mehrheit zu.
Info. Die wichtigsten Haushaltsdaten hat die Stadt auf einem Infoblatt zusammengefasst, das in den Rathäusern erhältlich ist.



