Der Stadtverband Soziales Schramberg hat bei seiner Jahreshauptversammlung im evangelischen Gemeindehaus in Schramberg seinen Vorsitzenden Mirko Witkowski im Amt bestätigt. Die Vertreterinnen und Vertreter sozialer und kirchlicher Organisationen sowie aus dem Tier- und Umweltschutz aus Schramberg sprachen ihm einstimmig für weitere zwei Jahre das Vertrauen aus.
Schramberg. Zu Beginn der Sitzung blickte Witkowski auf das vergangene Jahr zurück. Der Stadtverband beteiligte sich an verschiedenen Veranstaltungen und pflegte den Austausch mit der Stadtverwaltung. So nahmen Vertreter des Verbands an den jährlichen Gesprächen mit Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung teil. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung und Würdigung des ehrenamtlichen Engagements im sozialen Bereich.
Zugleich verwies Witkowski auf die schwierige Haushaltslage der Stadt, die sich auch auf die Vereine auswirkt: Die laufenden Zuschüsse für Vereine mussten um 25 Prozent gekürzt werden.
Ein erfolgreiches Beispiel für gemeinschaftliches Engagement war erneut die Aktion „Ein Teller für alle“. Die Veranstaltung kurz vor Weihnachten im evangelischen Gemeindehaus zog über 100 Besucher an. Auch in diesem Jahr soll das Angebot wieder stattfinden – geplant ist der Termin für den 18. Dezember 2026.
Kassier Claudio di Simio berichtete von einer stabilen Finanzlage des Stadtverbands. Die Kassenprüfer Martina Brüstle und Engelberd Leib bestätigten eine ordnungsgemäße Buchführung, die anschließende Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig.
Neben Witkowski (AWO) wurde Elke Ringl-Klank (AWO) als Schriftführerin einstimmig wiedergewählt. Als Beisitzerin wurde Elisabeth Spöttle (Schramberger Tafel) bestätigt. Neu als Beisitzer gewählt wurden Thomas Haas (VdK) und Nicole Fischer (Kinderfonds). Die Medienarbeit übernehmen weiterhin Mirko Witkowski und Johann Weing gemeinsam.
Ein Schwerpunkt der Versammlung lag auf der Vorstellung der Arbeit der Mitgliedsorganisationen. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das soziale Engagement in Schramberg ist. Vertreter berichteten unter anderem über Beratungsangebote des Betreuungsvereins, die Arbeit der Schramberger Tafel, Hilfen für Kinder aus einkommensschwachen Familien durch den Kinderfonds sowie Aktivitäten von VdK, DRK, AWO, Elisabethenverein, Weltladen, Tierschutzverein und BUND sowie der Kirchengemeinden.
Mehrere Organisationen berichteten von wachsenden Herausforderungen. So nehmen laut Betreuungsverein vor allem psychische Erkrankungen bei jüngeren Hilfesuchenden zu. Auch die Schramberger Tafel verzeichnet einen starken Zulauf und musste ihre Ausgabe inzwischen auf einen zweiwöchigen Rhythmus umstellen.
Diskutiert wurde außerdem ein gemeinsames Informationsprojekt mit dem Titel „Hilfe in vielen Lebenslagen – Tipps für den kleinen Geldbeutel“. Die geplante Broschüre soll wichtige Adressen, Beratungsangebote und Hinweise auf preisgünstige Einkaufsmöglichkeiten bündeln. Beiträge der Mitgliedsorganisationen können noch bis Ende April eingereicht werden.
Zum Abschluss betonte Witkowski die Bedeutung der Zusammenarbeit der sozialen Einrichtungen: Gerade in schwierigen Zeiten sei ein starkes Netzwerk wichtig, um Menschen wirksam unterstützen zu können.


