Zoll-Razzia auf Großbaustellen im Landkreis Rottweil: Verdacht auf illegale Arbeitnehmerüberlassung

Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung des Zolls im Baugewerbe gerieten auch Baustellen im Landkreis Rottweil ins Visier der Ermittler.

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Symbol-Foto: Zoll, pm

61 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Singen rückten am 10. März auf Großbaustellen in den Landkreisen Rottweil und Waldshut aus. Allein im Landkreis Rottweil befragten die Beamten 93 Personen aus 14 Unternehmen.

Das Ergebnis ist brisant: Bei 38 Arbeitern einer rumänischen Firma besteht der Verdacht der illegalen Arbeitnehmerüberlassung an ein deutsches Unternehmen. Ermittlungen laufen.

Im Landkreis Waldshut wurde die Aktion noch dramatischer – vier Personen versuchten zu flüchten, um sich der Kontrolle zu entziehen. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet.

Insgesamt wurden bei der Aktion 154 Personen von 25 Firmen überprüft. Unterstützung erhielt der Zoll von Steuerfahndung und Landespolizei.

Wie ernst der Zoll Schwarzarbeit im Baugewerbe nimmt, zeigt ein aktuelles Urteil des Landgerichts Dortmund: Ein Bauunternehmer wurde zu knapp drei Jahren Haft verurteilt – der Schaden belief sich auf rund 2,7 Millionen Euro.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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