Froh, dass es nun losgeht: Von links: Timo Gfrörer (verdeckt), Clemens Maurer, Gebhard Gfrörer (Ingenieurbüro Gfrörer), Bauleiter Jochen Heizmann, Martin Bonath, Projektleiter Sebastian Rolfes, OB Thomas Herzog, Udo Neudeck, Bernd Richter, Tanja Witkowski, Polier Karl-Otto Heitzmann, Stadtwerkevertreter Oswald Gaus und Abteilungsleiter Tiefbau Horst Bisinger. Foto: him

SCHRAMBERG – Ohne Spa­ten kamen Ver­tre­ter der Stadt, die vier Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den von CDU, SPD/Buntspecht, Frei­er Lis­te und ÖDP im Gemein­de­rat, Mit­ar­bei­ter des Pla­nungs­bü­ros Gfrö­rer und der Bau­fir­ma am Mitt­woch­mor­gen zum Bau­be­ginn für den zwei­ten Bau­ab­schnitt der Sanie­rung der Fuß­gän­ger­zo­ne zusam­men. Die Fir­ma Bonath aus Ober­wolfach wird den Bereich zwi­schen Hir­so­ner Platz und Obern­dor­fer Stra­ße sanie­ren.

OB Tho­mas Her­zog berich­tet über die Sanie­rungs­plä­ne.

Im Rah­men des Stadt­ent­wick­lungs­pro­gramms 2030+ sei  das Ziel, die Stadt ins­ge­samt attrak­ti­ver zu machen, so Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog. Dazu gehö­re die Sanie­rung der Fuß­gän­ger­zo­ne: „Wir wol­len das urba­ne Flair in der Tal­stadt reak­ti­vie­ren.“ Nun sei er froh, dass man auch die­sen Teil „auf Vor­der­mann brin­gen“ kön­ne. Der Gemein­de­rat hat­te nach eini­gen Tur­bu­len­zen um die Aus­schrei­bung und Preis­stei­ge­run­gen knapp 300.000 Euro zusätz­lich bewil­ligt.

Stadt sorgt für Ersatzparkplätze

In fünf ver­schie­de­nen Bau­ab­schnit­ten wer­de die Bau­fir­ma arbei­ten: Zunächst wird das Koh­len­gäss­le auf­ge­gra­ben. Dann kom­men der Bereich an der Stei­ge, die Para­dies­gas­se, der Müh­len­gra­ben­weg und schließ­lich der Hir­so­ner Platz dran. Die Arbei­ten am Koh­len­gäss­le wer­den wahr­schein­lich bis zum Jah­res­en­de dau­ern, schätzt Kon­rad Gin­ter von der Abtei­lung Tief­bau. In die­ser Zeit blei­ben alle ande­ren Gebie­te zugäng­lich. „Für die betrof­fe­nen Gara­gen­be­sit­zer und Frei­raum­par­ker mit Berech­ti­gung wird die Stadt recht­zei­tig an ande­rer Stel­le für Ersatz sor­gen“, ver­spricht er.

Der Plan zeigt die fünf Bau­ab­schnit­te. Gra­fik: Stadt.

Gleich­wohl bat OB Her­zog die Anwoh­ner schon jetzt um Ver­ständ­nis. Eine sol­che Bau­maß­nah­me wer­de nicht ohne Behin­de­run­gen abge­hen. Des­halb wer­de die Stadt wie bei ähn­li­chen Groß­pro­jek­ten wie­der ein Gre­mi­um ein­rich­ten, über das man die Anwoh­ner rasch infor­mie­ren und ein­bin­den kann. Ansons­ten ste­he Kon­rad Gin­ter tele­fo­nisch (29–298) für Fra­gen und Anre­gun­gen  bereit.

Auch Glasfaser kommt

Neben den Ver- und Ent­sor­gungs­lei­tun­gen Strom, Gas, Was­ser und Abwas­ser wer­den die Stadt­wer­ke auch ein Leer­rohr­sys­tem für Glas­fa­ser­an­schlüs­se in die­sem Bereich ver­le­gen, so Her­zog. Ergän­zend berich­tet Oswald Gaus von den Stadt­wer­ken, dass  schon die ers­ten fünf Anwoh­ner im Koh­len­gäss­le gro­ßes Inter­es­se an einem sol­chen Anschluss geäu­ßert haben.

Die ers­ten Roh­re für die Not­ver­sor­gung sind ver­legt.

Her­zog wünsch­te schließ­lich dem Chef der Bau­fir­ma Mar­tin Bonath und Polier Karl-Otto Heit­z­mann „einen rei­bungs­lo­sen und unfall­frei­en Ver­lauf“, bevor sich alle Betei­lig­ten zum Erin­ne­rungs­fo­to im Koh­len­gäss­le vor einem Bag­ger der Bau­fir­ma auf­reih­ten. Wenn alles wie geplant läuft, soll die Sanie­rung im Okto­ber 2020 abge­schlos­sen sein.

Info: Ins­ge­samt wird die Sanie­rung knapp 2,5 Mil­lio­nen Euro kos­ten. Die Hälf­te davon (1,24 Mil­lio­nen) für den Stra­ßen­bau. Die Abwas­ser­ka­nä­le schla­gen mit 670.000 Euro zu Buche. Die neu­en Gas- und Was­ser­lei­tun­gen kos­ten knapp 330.000 Euro. Wei­te­re knapp 240.000 Euro sind für Inge­nieurs- und Gut­ach­ter­kos­ten ein­ge­plant.