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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Volks­bank: In Lau­ter­bach und Wald­mös­sin­gen nur noch Auto­ma­ten

Volksbank: In Lauterbach und Waldmössingen nur noch Automaten

Voba-Vor­stand erläu­tert die Grün­de

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Die Volks­bank hat in zwei ihrer Geschäfts­stel­len in den ver­gan­ge­nen Mona­ten das Per­so­nal abge­zo­gen und in Selbst­be­die­nungs­fi­lia­len umge­wan­delt: Im Sep­tem­ber in Lau­ter­bach und zuvor schon Ende Juli in Wald­mös­sin­gen. Bei der Fusi­on der Ban­ken in Tutt­lin­gen und Schram­berg hat­te der Vor­stand zuge­sagt, drei Jah­re lang kei­ne Geschäfts­stel­len zu schlie­ßen. Kurz nach Ablauf die­ser Frist gin­gen in Wald­mös­sin­gen und Lau­ter­bach die Lich­ter aus.

Infor­ma­ti­on für die Kun­den

In  bei­den Fäl­len ärgern sich die Kun­den ins­be­son­de­re dar­über, dass sie nicht recht­zei­tig infor­miert wur­den. In Lau­ter­bach gab‘s im Amts­blatt eine Notiz. in Wald­mös­sin­gen muss­te ein Anschlag mit dem Hin­weis, man möge doch die See­dor­fer Filia­le nut­zen, genü­gen. Seit Mitt­woch ver­fügt die see­dor­fer Filia­le über Sisy: Hier kön­nen die Kun­den  per Video mit einem Bank­mit­ar­bei­ter kom­mu­ni­zie­ren.

Volksbank: Keine Leute, kaum Frequenz

Auf Nach­fra­ge der NRWZ hat Gerd Oßwald, Pres­se­spre­cher der neu­en Volks­bank Schwarz­wald Donau-Neckar betont, die Nut­zungs­quo­te der Lau­ter­ba­cher Geschäfts­stel­le sei nur noch sehr gering gewe­sen. Mit dem Selbst­be­die­nungs­ter­mi­nal  Sisy hal­te die Bank 90 Pro­zent des Ser­vice­an­ge­bots auf­recht. Zur Begrün­dung für die Fili­al­um­wand­lung nann­te Oßwald auch das Per­so­nal­pro­blem: „Es fehlt uns an Nach­wuchs­kräf­ten.“

Zu Gerüch­ten, dass die Volks­bank in nächs­ter Zeit wei­te­re Geschäfts­stel­len schlie­ßen oder umwan­deln wer­de, mein­te Oßwald, wei­te­re Schlie­ßun­gen sei­en in nächs­ter Zeit nicht geplant.

In Lau­ter­bach haben sich die Gemein­de­rä­te an den  Volks­bank­vor­stand gewandt und gefor­dert, dass ein Sisy-Video­­ter­­mi­­nal auf­ge­stellt wer­den sol­le. Volks­­bank-Vor­­­stand Rai­ner Fader hat dies aller­dings mit Blick auf die Kos­ten und die gerin­ge Fre­quenz unter­des­sen schon abge­lehnt. Sisy kos­te einen hohen fünf­stel­li­gen Betrag je Filia­le.

Waldmössingen: Kunden sauer

Auch in Wald­mös­sin­gen ist die Schlie­ßung ein hei­ßes The­ma: Beim Bür­ger­stamm­tisch ver­gan­ge­ne Woche  haben die Teil­neh­mer immer wie­der dar­über gespro­chen. Der neue Auto­mat, an dem man auch Über­wei­sun­gen aus­fül­len kann, sei kein Ersatz: „Für die älte­ren Mit­bür­ger stellt die rein elek­tro­ni­sche Abwick­lung ihrer Bank­ge­schäf­te in den meis­ten Fäl­len ein ech­tes Pro­blem dar“, beklagt sich ein Volks­bank­kun­de in einer Mail an die NRWZ.  Etli­che Kun­den und auch Ver­ei­ne ten­dier­ten daher dazu, zur Kreis­spar­kas­se zu wech­seln, weil die­se „offen­sicht­lich den bes­se­ren Dienst am Kun­den“ bie­te.

Voba-Vorstand: Telefonservice nutzen

Voba-Vor­­­stand Fader betont, dass die Filia­len kei­nes­wegs geschlos­sen sei­en, son­dern man sie in Selbst­be­die­nungs­fi­lia­len umge­wan­delt habe. „Wir ändern die Pro­zes­se, damit wir unse­re Mit­ar­bei­ter bes­ser ein­set­zen kön­nen.“ Trotz inten­si­ver Suche fän­den sich kei­ne Nach­wuchs­kräf­te, die bereit sei­en, in den klei­nen Geschäfts­stel­len zu arbei­ten.

Voba-Fader: Tele­fo­nisch ist das meis­te mög­lich. Fotos: pri­vat

Fader berich­tet im Gespräch mit der NRWZ, dass die Bank des­halb ins­be­son­de­re für älte­re Kun­den den Ser­vice anbie­te, dass Mit­ar­bei­ter sie besu­chen und bei­spiels­wei­se Bar­geld aus­zah­len. „Anruf genügt.“

 

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