Karrais bei Unternehmen im Kreis Rottweil: Bürokratie, Kraftstoffe und Ladeinfrastruktur im Fokus

Unternehmensbesuche im Kreis Rottweil: Daniel Karrais kritisiert Verwaltungsaufwand, diskutiert HVO-100 und Ladeinfrastruktur.

Mobilität - ein Thema im Landtagswahlkampf 2026. Bild: KI-generiert
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Lauffen / Rottweil. Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat mit zwei Unternehmensbesuchen in Deißlingen-Lauffen und Rottweil wirtschafts- und energiepolitische Themen aufgegriffen. Im Austausch mit einem Autohaus und einem Energiehändler ging es um Bürokratie, alternative Kraftstoffe und die Herausforderungen der Mobilitätswende.

Bei einem Besuch im Autohaus Car-Port in Deißlingen-Lauffen tauschte sich Daniel Karrais mit den Geschäftsführern Mirjam Best, David Buhlinger und Dominik Best aus. Außerdem sprach er mit Unternehmensgründer Harald Buhlinger über die aktuelle Lage der Kfz-Branche. Bei einem Rundgang durch Werkstatt und Betrieb schilderte Buhlinger den Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte. Viele Betriebe hätten angesichts zunehmender regulatorischer Auflagen aufgegeben.

Ein zentrales Thema war der bürokratische Aufwand rund um die Nutzung roter Kennzeichen für Probefahrten. „Alle Probefahrten müssen handschriftlich dokumentiert werden“, kritisierte David Buhlinger. Neben Personalien seien auch Führerscheindaten, Fahrzeugidentifikationsnummer und Zweck der Fahrt einzutragen. Das Fahrtenbuch sei schnell gefüllt und müsse persönlich beim Landratsamt vorgelegt werden. Karrais sprach sich für digitale Lösungen aus. „Dieses Verfahren kostet die Wirtschaft einfach nur Geld und hat keinerlei Nutzen für die Gesellschaft“, sagte der Abgeordnete.

Michael Dittert, Deinhard Dittert und Daniel Karrais. Foto: Gerlich
Das gelbe Auto gefiel dem politischen Besucher besonders v.l.: David Buhlinger, Harald Buhlinger, Mirjam Best, Dominik Best und Daniel Karrais. Foto: Gerlich

Besuch bei Heimburger

Ein weiteres wirtschafts- und energiepolitisches Gespräch führte Karrais bei der Oel Heimburger GmbH in Rottweil mit den Geschäftsführern Deinhard und Michael Dittert. Dabei standen alternative Kraftstoffe, Lade- und Netzinfrastruktur sowie die Rahmenbedingungen der Mobilitäts- und Energiewende im Mittelpunkt.

Diskutiert wurde unter anderem der alternative Kraftstoff HVO-100. Dessen Einführung scheitere laut Michael Dittert derzeit am fehlenden Tankraum. „Wir müssten klassische Kraftstoffe aus dem Sortiment nehmen, die wir aber anbieten müssen“, erklärte er. Karrais betonte die Bedeutung von Technologieoffenheit. Klimaschutz könne nur gelingen, wenn auch die bestehende Fahrzeugflotte stärker einbezogen werde. „Mit dem E-Auto alleine werden wir es nicht richten“, so Karrais.

Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur wurde thematisiert. Trotz Förderprogrammen und Investitionen bestehe Unsicherheit hinsichtlich Auslastung und Wirtschaftlichkeit. Fixe staatliche Preisvorgaben für geförderte Ladestationen würden den Markt verzerren, so Dittert.

Karrais sprach sich abschließend für eine pragmatische Mobilitätswende aus. Ziel sei eine Politik, die wirtschaftliche Realität, Klimaschutz und Versorgungssicherheit miteinander verbinde.

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