Baugebiet „Langenfeld“ in Seedorf: Pilotprojekt für Nachhaltigkeit

Start des Pilotprojekts Baugebiet „Langenfeld“ in Seedorf (vorne von links): Rainer Christ (Planungsbüro BIT Ingenieure), Hansjörg Bihl (IBS GmbH), Richard Kammerer (Glatthaar Bau Grund), Jürgen Hauser (Geschäftsführer Glatthaar Bau Grund), Jana Neumann (Glatthaar Bau Grund) und Rainer Pfaller (Gemeinderat, langjähriger Ortsvorsteher). Hinten von links: Firmengründer Joachim Glatthaar und Andreas Haas (Geschäftsführer HG Tiefbau) Foto: Lara Schubert
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Hinweis der Redaktion: Diese Pressemitteilung haben wir nicht oder nur oberflächlich redaktionell bearbeitet. Sie wurde direkt in das Angebot der NRWZ übernommen.

Dunningen-Seedorf – Mit den Erschließungsarbeiten ist der Startschuss für das neue Wohngebiet „Langenfeld“ am südwestlichen Ortsrand von Seedorf gefallen. Es ist ein Pilotprojekt in mehrfacher Hinsicht: Erstmals in der Geschichte der Gemeinde Dunningen realisiert ein privater Träger die Erschließung und Vermarktung eines kompletten Baugebiets. Und: Der Erdaushub, der beim Bau der Häuser anfällt, wird vor Ort aufbereitet und direkt wieder verarbeitet – ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Über den Beginn der Erschließung freuten sich beim offiziellen Startschuss die Vertreter aller beteiligten Unternehmen. Durch einen städtebaulichen Vertrag hat die Firma Glatthaar Bau Grund die Erschließung eigenständig übernommen – ein Novum für die Gemeinde Dunningen. „Bei allen Schritten stimmen wir uns immer eng mit der Verwaltung ab“, unterstreicht Geschäftsführer Jürgen Hauser. Der Gemeinderat hatte sich die Entscheidung, ein komplettes Neubaugebiet praktisch aus der Hand zu geben, nicht leicht gemacht. „Es ist ein großer Vertrauensvorschuss gegenüber der Firmengruppe Glatthaar“, betont auch Gemeinderat Rainer Pfaller, langjähriger Ortsvorsteher von Seedorf. Durch diese Zusammenarbeit könne man attraktive Bauplätze anbieten und damit den Wunsch vieler Familien nach dem eigenen Zuhause erfüllen.

Leuchtturmprojekt für Nachhaltigkeit

Für Firmengründer Joachim Glatthaar hat das Baugebiet „Langenfeld“ bundesweit Signalwirkung. „Es ist ein Leuchtturmprojekt in Bezug auf nachhaltiges Bauen“, betont er. Zum ersten Mal wird in größerem Stil eine Idee umgesetzt, von der alle Baufamilien profitieren und die die Firmengruppe Glatthaar künftig in ganz Deutschland anbietet: Vor Ort anfallender Erdaushub wird auch vor Ort veredelt beziehungsweise stabilisiert und dient als Basismaterial und stabiles Untergrundmaterial zur Erstellung von reinen Bodenplatten. „Wir schaffen hier eine Solidargemeinschaft, die allen Bauherren finanzielle Vorteile bringt. Darüber hinaus entlasten wir die Umwelt, weil Erdaushub nicht kilometerweit auf Deponien gefahren und aufwendig entsorgt werden muss“, so Joachim Glatthaar.    

Aus Abfall beziehungsweise Erde wird ein wertvoller Baustoff hergestellt – ein Verfahren, auf das sich die Firma IBS GmbH aus Herrenzimmern spezialisiert hat. „Wir vermischen den Erdaushub vor Ort mit einem Spezialbindemittel NovoCrete. Dadurch entsteht ein frostsicheres, betonähnliches Material für die Fundamente der Neubauten“, erläutert Geschäftsführer Hansjörg Bihl. So lasse sich die CO₂-Belastung in erheblichem Umfang reduzieren. „Langenfeld“ ist bundesweit das erste Projekt, bei dem dieses bewährte Verfahren in einem derart großen Umfang realisiert wird.

Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Doppelhäuser

Das Baugebiet „Langenfeld“ ist 29.000 Quadratmeter groß, davon sind rund 20.000

Quadratmeter als Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Doppelhäuser ausgewiesen. Glatthaar Bau Grund hat die gesamte Fläche von mehreren privaten Eigentümern erworben, hier entstehen 35 Bauplätze zwischen 460 und 730 Quadratmetern „Viele Bauplätze sind reserviert oder verkauft, etwa 15 noch verfügbar“, sagt Jürgen Hauser. Ende 2026 soll das Baugebiet komplett erschlossen sein, ab 2027 können die Grundstücke bebaut werden. Interessenten können sich direkt an das Unternehmen wenden.

Konzipiert wurde das Baugebiet „Langenfeld“ durch Rainer Christ und sein Team vom Planungsbüro BIT Ingenieure in Villingen in enger Abstimmung mit der Gemeinde Dunningen. Die Tiefbauarbeiten, Rohrleitungsbau, Straßenbeleuchtung, Spielplatz und Begrünung liegen in der Regie von Glatthaar Bau Grund, die Tiefbauarbeiten wurden an die HG-Tiefbau vergeben, ein Gemeinschaftsunternehmen der Firmen Haas Erdbau und Glatthaar. Nach Abschluss der Erschließung gehen alle öffentlichen Bereiche an die Gemeinde Dunningen über.

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