Wenn der Kamin brennt

Feuerwehr und Schornsteinfeger tauschen sich aus

Wie Feuerwehr und Schornsteinfeger im Ernstfall zusammenarbeiten wurde bei dem Treffen besprochen. Foto: frommergrafie
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Ein Kamin sorgt für gemütliche Wärme – kann aber auch zur Brandgefahr werden. Denn unter bestimmten Umständen kann er sich entzünden, mit Temperaturen bis zu 1200 Grad Celsius. Wie solche Brände entstehen und wie Feuerwehr und Schornsteinfeger im Ernstfall zusammenarbeiten, war Thema eines Dienstabends der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil.

Rottweil – Genau genommen müsste ein solcher Kamin- oder Schornsteinbrand eigentlich „Rußbrand“ heißen, denn es brennen nicht der Kamin oder der Schornstein, sondern der im Schornstein abgelagerte Glanzruß. Referenten am gut besuchten Dienstabend waren Manuela Hermann, aktive Feuerwehrfrau und beim Landratsamt Rottweil für das Schornsteinfegerwesen zuständig, sowie mehrere bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger aus dem Löschbezirk Rottweil.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie unkontrollierte Kaminbrände entstehen und welche Gefahren damit verbunden sind. Besonders problematisch ist der sogenannte Glanzruß im Schornstein, der beispielsweise durch feuchte oder falsche Brennstoffe, falsche Bedienung oder falsches Heizverhalten entstehen kann. Entzünden sich diese Rückstände, kann der Brand im Inneren des Schornsteins schnell hohe Temperaturen erreichen.

Für die Feuerwehr bedeutet ein solcher Einsatz besondere Vorsicht. Im Löschbezirk Rottweil wird bei Kaminbränden die Feuerwehr Rottweil mit entsprechenden Hubrettungsfahrzeugen alarmiert. Während die Einsatzkräfte das Gebäude von innen und außen sichern sowie den Schornstein überwachen, unterstützt der zuständige bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger mit seinem Fachwissen und dem speziellen Kaminkehrwerkzeug. Die einzelnen Schritte werden auch nur in Zusammenarbeit durchgeführt – die Beteiligten stehen im dauerhaften Austausch über das weitere Vorgehen. Der Vortrag machte deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Schornsteinfegern ist. Beide Gruppen bringen im Einsatz unterschiedliche Fachkenntnisse ein – mit dem gemeinsamen Ziel, Schäden am Gebäude zu verhindern und Gefahren für Bewohner zu minimieren.

Der Kaminbrand darf niemals mit Wasser gelöscht werden. Durch die hohen Temperaturen verdampft das eingebrachte Wasser schlagartig. Aus einem Liter Wasser entstehen rund 1.700 Liter Wasserdampf, die im Kamin keinen Platz zum Entweichen haben. Der Kamin kann dem hohen Druck durch das plötzliche Verdampfen selten standhalten und wird einstürzen oder regelrecht explodieren.

Schornsteinfeger empfehlen, ausschließlich gut getrocknetes Brennholz zu verwenden und den Ofen regelmäßig mit ausreichend hoher Temperatur zu betreiben. Auch Papier, Karton oder behandeltes Holz gehören nicht in den Kamin. Regelmäßige Kontrollen der Feuerungsanlagen durch die Schornsteinfeger helfen zudem, gefährliche Ablagerungen frühzeitig zu erkennen.

Neben den praktischen Aspekten ging der Vortrag auch auf die Entwicklung des Schornsteinfegerhandwerks ein. Seit Jahrhunderten spielt der Beruf eine zentrale Rolle im vorbeugenden Brandschutz. Auch heute tragen regelmäßige Kontrollen und Reinigungen von Feuerungsanlagen wesentlich zur Sicherheit in Wohngebäuden bei.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Feuerwehrangehörigen die Gelegenheit zum Austausch mit den Schornsteinfegern. Dabei konnten offene Fragen geklärt und Erfahrungen aus Einsätzen besprochen werden – ein wichtiger Beitrag, um die Zusammenarbeit im Ernstfall weiter zu stärken.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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