Wolfach: Wolf reißt Schaf

Das reicht nicht als Schutz vor Wölfen. Symbolfoto: him

Am 22. Janu­ar hat ein Wolf in der Nähe von Wolfach ein Schaf geris­sen. Das teilt am Don­ners­tag das baden-würt­tem­ber­gi­sche Umwelt­mi­nis­te­ri­um mit. Die Tötung wur­de der Forst­li­chen Ver­suchs- und For­schungs­an­stalt (FVA) in Frei­burg gemel­det, für die gene­ti­sche Unter­su­chung wur­den Riss­ab­stri­che an das For­schungs­in­sti­tut Sencken­berg geschickt.

Das Ergeb­nis der Ana­ly­se wei­se einen Wolf als Angrei­fer nach. Es konn­te aber nicht geklärt wer­den, ob es sich um den bekann­ten Wolf mit dem offi­zi­el­len Namen „GW852m“ han­delt, der bereits mehr­fach im Schwarz­wald nach­ge­wie­sen wer­den konn­te. „Die Exper­ten der FVA gehen aller­dings davon aus”, so Minis­te­ri­ums­spre­che­rin Caro­la Wal­ter.

Wie in allen ande­ren Fäl­len auch, sei­en die ange­grif­fe­nen Scha­fe nicht wolfs­si­cher ein­ge­zäunt gewe­sen, der Eigen­tü­mer des getö­te­ten Tie­res wer­de den­noch unbü­ro­kra­tisch ent­schä­digt.

Das Umwelt­mi­nis­te­ri­um weist aber dar­auf hin, dass eine Ent­schä­di­gung bei unzu­rei­chend geschütz­ten Tie­ren nur noch bis Ende Mai gezahlt wird. Zu die­sem Zeit­punkt besteht die För­der­ku­lis­se Wolf seit einem Jahr, ab dann ist eine lücken­lo­se Elek­tro­um­zäu­nung in einer Höhe von 90 Zen­ti­me­tern Vor­aus­set­zung für Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen. Emp­foh­len wird eine Umzäu­nung in Höhe von 120 Zen­ti­me­tern. 

Bei noch unzu­rei­chen­dem Her­den­schutz kön­nen kurz­fris­tig über die FVA die vom Umwelt­mi­nis­te­ri­um bereit­ge­stell­ten Not­fall-Zaun­sets bezie­hungs­wei­se Flat­ter­band mit Stan­gen für 120 Zen­ti­me­ter Höhe aus­ge­lie­hen wer­den.