Neue OP-Methode in Rottweil: Bandscheibenvorfall über nur fünf Millimeter Schnitt behandelt

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Oberarzt Elhassan Abdelmonem zeigt anhand eines Wirbelsäulenmodells die Stelle des Bandscheibenvorfalls. Foto: Helios
Hinweis der Redaktion: Diese Pressemitteilung haben wir nicht oder nur oberflächlich redaktionell bearbeitet. Sie wurde direkt in das Angebot der NRWZ übernommen.

Erstmals hat die Helios Klinik Rottweil einen Bandscheibenvorfall mit einer vollendoskopischen, minimalinvasiven Methode operiert. Der Eingriff erfolgt über einen nur fünf Millimeter kleinen Hautschnitt und ermöglicht vielen Patienten eine schnellere Erholung. Eine 30-jährige Mutter aus Rottweil konnte nach der Behandlung rasch in ihren Alltag zurückkehren, heißt es in einer Helios-Mitteilung.

Neue Technik der Wirbelsäulenchirurgie kommt erstmals zum Einsatz

Eine junge Patientin aus Rottweil litt unter starken Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, die bis ins Bein ausstrahlten und ihre Beweglichkeit stark einschränkten. Untersuchungen ergaben einen Bandscheibenvorfall: Ein Teil der Bandscheibe hatte sich gelöst und drückte auf eine Nervenwurzel. Da Physiotherapie und Schmerzbehandlung keine ausreichende Besserung brachten, entschieden sich die Ärzte für eine Operation.

Der Eingriff wurde minimalinvasiv mit einem speziellen Endoskop durchgeführt, teilot die Klinik weiter mit. Das Instrument sei kaum größer als ein Kugelschreiber. Über einen nur fünf Millimeter großen Hautschnitt entfernten die Ärzte den betroffenen Teil der Bandscheibe. Die umliegende Muskulatur blieb dabei weitgehend unberührt.

„Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dieses Verfahren in der Regel weniger Gewebetrauma, geringere postoperative Schmerzen und eine schnellere Erholung“, erklärt Oberarzt Elhassan Abdelmonem von der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie der Helios Klinik Rottweil.

Für die Patientin selbst war vor allem die rasche Genesung entscheidend. „Das Wichtigste war für mich, schnell wieder für mein Kind da zu sein“, berichtet die 30-jährige Mutter.

Moderne Technik nur in spezialisierten Zentren

Die sogenannte vollendoskopische Bandscheibenoperation gehört zu den modernen Verfahren der Wirbelsäulenchirurgie und wird bislang nur in spezialisierten Zentren durchgeführt. Abdelmonem war bei dem Eingriff Hauptoperateur und für diese Technik speziell qualifiziert.

Die Methode gilt als besonders schonend, da nur ein sehr kleiner Zugang notwendig ist und umliegendes Gewebe weitgehend erhalten bleibt.

Bandscheibenvorfälle betreffen nicht nur ältere Menschen

Bandscheiben sitzen zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule und wirken dort als Stoßdämpfer. Wenn sich ein Teil der Bandscheibe löst oder austritt, kann er auf Nerven drücken und Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle auslösen. Häufig strahlen die Beschwerden in ein Bein aus.

Die Ursachen können unterschiedlich sein. Neben mechanischen Belastungen oder genetischer Veranlagung spielen auch Alltagsgewohnheiten eine Rolle. Langes Sitzen, schweres Heben oder ruckartige Bewegungen können die Wirbelsäule stark belasten. Auch Übergewicht oder eine schwache Rückenmuskulatur erhöhen das Risiko.

Deshalb sind Bandscheibenvorfälle keineswegs nur ein Problem älterer Menschen – auch jüngere Patienten können betroffen sein.

Ausbau moderner Wirbelsäulenchirurgie

Die Einführung der neuen OP-Methode ist laut Klinik ein weiterer Schritt beim Ausbau moderner minimalinvasiver Techniken. Unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Kröber arbeitet das Team der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie daran, Eingriffe möglichst gewebeschonend durchzuführen und die Erholungszeit der Patienten zu verkürzen.

Die Helios Klinik Rottweil gehört gemeinsam mit den Standorten Überlingen, Müllheim und Titisee-Neustadt zum Helios-Cluster Schwarzwald-Bodensee.

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