Feuerwehr an der Helios-Klinik in Rottweil. Foto: Peter Arnegger

Ihm wird lang­wei­lig gewe­sen sein. Oder schon zu warm. Jeden­falls hat ein Brand­mel­der die Feu­er­wehr Rott­weil am Mor­gen zur Heli­os-Kli­nik geru­fen. „Ohne erkenn­ba­ren Grund”, wie Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler der NRWZ vor Ort sag­te. Er konn­te dem unnö­ti­gen Ein­satz aber auch was Gutes abge­win­nen. Meh­re­re posi­ti­ve Sei­ten, sogar.

Brand­mel­deralarm: Das Lösch­fahr­zeug am Kran­ken­haus.

Dem Ding ist es wohl schon zu heiß”, sag­te Gerä­te­wart und Kom­man­do­fahr­zeug-Fah­rer Her­mann Alf lächelnd zur NRWZ, als er gera­de wie­der aus dem Kran­ken­haus kam. Er sprach von einem Brand­mel­der, der kurz vor neun Uhr am Don­ners­tag­mor­gen die Feu­er­wehr auf den Plan geru­fen hat­te. Ohne erkenn­ba­ren Grund, wie Stadt­brand­meis­ter Mül­ler ergänz­te.

Alf und sein Chef waren mit dem Kom­man­do­wa­gen ange­rückt, zudem hat­te es ein Lösch­fahr­zeug zum Zeit­punkt der Ent­war­nung schon zum Heli­os-Kran­ken­haus geschafft. „Wir sind jetzt schnell vor Ort”, so Mül­ler. Die neue Feu­er­wa­che liegt von der Kli­nik aus gese­hen nur die Schram­ber­ger Stra­ße run­ter, ein paar hun­dert Meter ent­fernt. Eine der posi­ti­ven Sei­ten, die Mül­ler dem unnüt­zen Ein­satz abge­win­nen konn­te.

Die Dreh­lei­ter war gera­de aus dem Gerä­te­haus gefah­ren, hat­te gera­de das Blau­licht und das Mar­tins­horn an, da konn­te deren Besat­zung bereits wie­der umkeh­ren. Sie kam damit 15 Meter weit.

Was laut Mül­ler auch geklappt habe, posi­ti­ve Sei­te Num­mer zwei: ein neu instal­lier­ter Not-Zugang zum Kran­ken­haus, der im Alarm­fall der Feu­er­wehr öff­net, habe tadel­los funk­tio­niert. „Wir konn­ten das jetzt mal unter Ein­satz­be­din­gun­gen prü­fen”, so der Rott­wei­ler Feu­er­wehr­kom­man­dant.

Und drit­tens: „Wir rücken lie­ber ein­mal so aus, als dass es da drin­nen ein Pro­blem gibt”, sag­te Mül­ler und deu­te­te auf den Kli­nik­ein­gang. Die Heli­os-Kli­nik Rott­weil ver­fügt als Haus der Grund- und Regel­ver­sor­gung über 275 Bet­ten, so das Unter­neh­men. Im Ernst­fall eine rie­si­ge Auf­ga­be für die Ret­tungs­kräf­te.