Tierschutzverein appelliert: Kastration minimiert das Katzenleiden

Am 8. August ist „Internationaler Tag der Katze“

Beim Tierschutzverein Rottweil und Umgebung  gibt es derzeit besonders viele Katzen: 39 versorgt das vereinseigene Tierheim aktuell. Nur durch Kastration könne die ständige Vermehrung und das Leid auf der Straße lebender Katzen oder ungewollten Nachwuchses  langfristig eingedämmt werden, heißt es dort.

„In unserem Tierheim versorgen wir immer wieder ‚überzählige‘ Katzen und geraten damit natürlich an die Grenzen unserer räumlichen und finanziellen Kapazitäten“, berichtet Günther Hermus, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Die Ursache seien gleichermaßen unkastrierte Kater und Katzen aus Privathaushalten als auch frei lebende Straßenkatzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen und so für ständigen Zuwachs sorgen.

Zum diesjährigen „Tag der Katze“ will der Verein alle Katzenbesitzer erinnern, sich verantwortungsvoll zu zeigen und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren zu lassen. Nur so werde ein weiteres Populationswachstum verhindert. Neben der Kastration sollten Katzenbesitzer ihre Tiere zur Identifizierung zudem mit einem Transponder mit Mikrochip kennzeichnen lassen und bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, registrieren, empfiehlt der Verein. „Wer eine Katze aus dem Tierheim adoptieren möchte, muss sich übrigens um nichts davon mehr kümmern: Auch dies übernimmt der Tierschutzverein Rottweil  für alle Katzen, die er in seine Obhut nimmt.“

Hilfe für Straßenkatzen

Außer den Katzen im Tierheim kümmert sich der Verein auch um frei lebende Straßenkatzen. Weibliche Katzen werden mehrfach im Jahr, vornehmlich in der Zeit zwischen April und September, rollig. Kommt es während dieser Phase zur Paarung, so bringt die Katze nach 63 bis 66 Tagen durchschnittlich vier bis sechs Junge zur Welt.

Auch wenn die Überlebenschancen der Jungtiere bei frei lebenden Katzen gering sind, haben die Tiere so enorm viele Nachkommen: geschätzte zwei Millionen Straßenkatzen gibt es bundesweit. Als domestizierte Haustiere sind sie auf menschliche Zuwendung angewiesen. Viele der Straßenkatzen leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung.

Die Kastration – offenbar ein Routineeingriff – ist eine nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um ihre Zahl in den Griff zu bekommen und das Leid zu minimieren. Der Tierschutzverein Rottweil versorgt die Tiere an Futterstellen und kann sie auch dort einfangen, kastrieren lassen und nach einer Erholungszeit in ihrem Revier wieder freilassen. Die Tiere werden außerdem gekennzeichnet und registriert, betont der Verein.

 

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