5.5 C
Rottweil
Samstag, 7. Dezember 2019
Start Rott­weil Tier­schutz­ver­ein appel­liert: Kas­tra­ti­on mini­miert das Kat­zen­lei­den

Tierschutzverein appelliert: Kastration minimiert das Katzenleiden

Am 8. August ist „Inter­na­tio­na­ler Tag der Kat­ze“

-

Beim Tier­schutz­ver­ein Rott­weil und Umge­bung  gibt es der­zeit beson­ders vie­le Kat­zen: 39 ver­sorgt das ver­eins­ei­ge­ne Tier­heim aktu­ell. Nur durch Kas­tra­ti­on kön­ne die stän­di­ge Ver­meh­rung und das Leid auf der Stra­ße leben­der Kat­zen oder unge­woll­ten Nach­wuch­ses  lang­fris­tig ein­ge­dämmt wer­den, heißt es dort.

„In unse­rem Tier­heim ver­sor­gen wir immer wie­der ‚über­zäh­li­ge‘ Kat­zen und gera­ten damit natür­lich an die Gren­zen unse­rer räum­li­chen und finan­zi­el­len Kapa­zi­tä­ten“, berich­tet Gün­ther Her­mus, Vor­sit­zen­der des Tier­schutz­ver­eins. Die Ursa­che sei­en glei­cher­ma­ßen unk­as­trier­te Kater und Kat­zen aus Pri­vat­haus­hal­ten als auch frei leben­de Stra­ßen­kat­zen, die sich unkon­trol­liert fort­pflan­zen und so für stän­di­gen Zuwachs sor­gen.

Zum dies­jäh­ri­gen „Tag der Kat­ze“ will der Ver­ein alle Kat­zen­be­sit­zer erin­nern, sich ver­ant­wor­tungs­voll zu zei­gen und ihre Tie­re, egal ob weib­li­che Kat­ze oder Kater, kas­trie­ren zu las­sen. Nur so wer­de ein wei­te­res Popu­la­ti­ons­wachs­tum ver­hin­dert. Neben der Kas­tra­ti­on soll­ten Kat­zen­be­sit­zer ihre Tie­re zur Iden­ti­fi­zie­rung zudem mit einem Trans­pon­der mit Mikro­chip kenn­zeich­nen las­sen und bei FINDEFIX, dem Haus­tier­re­gis­ter des Deut­schen Tier­schutz­bun­des, regis­trie­ren, emp­fiehlt der Ver­ein. ”Wer eine Kat­ze aus dem Tier­heim adop­tie­ren möch­te, muss sich übri­gens um nichts davon mehr küm­mern: Auch dies über­nimmt der Tier­schutz­ver­ein Rott­weil  für alle Kat­zen, die er in sei­ne Obhut nimmt.”

Hilfe für Straßenkatzen

Außer den Kat­zen im Tier­heim küm­mert sich der Ver­ein auch um frei leben­de Stra­ßen­kat­zen. Weib­li­che Kat­zen wer­den mehr­fach im Jahr, vor­nehm­lich in der Zeit zwi­schen April und Sep­tem­ber, rol­lig. Kommt es wäh­rend die­ser Pha­se zur Paa­rung, so bringt die Kat­ze nach 63 bis 66 Tagen durch­schnitt­lich vier bis sechs Jun­ge zur Welt.

Auch wenn die Über­le­bens­chan­cen der Jung­tie­re bei frei leben­den Kat­zen gering sind, haben die Tie­re so enorm vie­le Nach­kom­men: geschätz­te zwei Mil­lio­nen Stra­ßen­kat­zen gibt es bun­des­weit. Als domes­ti­zier­te Haus­tie­re sind sie auf mensch­li­che Zuwen­dung ange­wie­sen. Vie­le der Stra­ßen­kat­zen lei­den unter Krank­hei­ten, Para­si­ten sowie Man­gel- oder Unter­ernäh­rung.

Die Kas­tra­ti­on – offen­bar ein Rou­ti­ne­ein­griff – ist eine nach­hal­ti­ge und tier­schutz­ge­rech­te Metho­de, um ihre Zahl in den Griff zu bekom­men und das Leid zu mini­mie­ren. Der Tier­schutz­ver­ein Rott­weil ver­sorgt die Tie­re an Fut­ter­stel­len und kann sie auch dort ein­fan­gen, kas­trie­ren las­sen und nach einer Erho­lungs­zeit in ihrem Revier wie­der frei­las­sen. Die Tie­re wer­den außer­dem gekenn­zeich­net und regis­triert, betont der Ver­ein.

 

- Adver­tis­ment -