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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Schram­berg Mil­ler & Mon­roe: Die Tage sind gezählt

Miller & Monroe: Die Tage sind gezählt

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SCHRAMBERG  –  Ein gro­ßes Trans­pa­rent und etli­che Pla­ka­te ver­kün­den an der Bahn­hof­stra­ße: „Wir schlie­ßen – Alles redu­ziert“. Der Neu­start unter neu­em Namen und neu­em Eigen­tü­mer hat nicht geklappt. Mil­ler & Mon­roe, frü­her Charles Vöge­le schließt Ende Mai auch sei­ne Schram­ber­ger Filia­le.

Fili­al­lei­te­rin Gabrie­le Wes­­sel-Win­d­­mül­­ler sagt, sie wis­se nicht, was aus dem Laden wer­de, ob es viel­leicht doch noch eine wei­te­re Über­nah­me geben wird. Schon ein­mal hat Wes­­sel-Win­d­­mül­­ler mit ihrem Team sol­che Unsi­cher­hei­ten erlebt: als vor einem Jahr ein nie­der­län­di­sches Unter­neh­men Mode­fi­lia­list die Fir­ma „Vic­to­ry & Dreams“ die Läden und das Per­so­nal von ”Charles-Vögele”-Filialen in Deutsch­land über­nahm und zu ”Mil­ler & Monroe”-Läden umbau­te. Doch im März mel­de­te die deut­sche Toch­ter Fir­ma Vidrea Deutsch­land, beim Amts­ge­richt in Hechin­gen Insol­venz an (wir haben berich­tet).

Schuld an der Insol­venz sei, dass die Lage von Charles Vöge­le bei der Über­nah­me „deut­lich schlech­ter“ als dar­ge­stellt gewe­sen sei, so Geschäfts­füh­rer Lex Hes im März gegen­über dem Han­dels­blatt.

Keine Zukunft

Der Insol­venz­ver­wal­ter Jochen Sed­litz woll­te ein Sanie­rungs­kon­zept erar­bei­ten und mög­lichst vie­le Arbeits­plät­ze und Stand­or­te erhal­ten. Das hat offen­sicht­lich nicht geklappt.  Laut ”Tex­til­zei­tung” sieht  Sed­litz „kei­ne Zukunft für das Han­dels­kon­zept“. Zudem sei­en in den letz­ten Mona­ten „sehr hohe Ver­lus­te“ erwirt­schaf­tet wor­den und es gebe  hohe Miet­rück­stän­de. Sed­litz ver­hand­le aber par­al­lel mit einer ande­ren Fir­ma, die die Läden angeb­lich bereits zum 1. Juni über­neh­men wol­le.

Noch sind Schnäpp­chen zu haben. Foto: him

Davon wuss­ten Fili­al­lei­te­rin Wes­­sel-Win­d­­mül­­ler und ihre vier Kol­le­gin­nen am Diens­tag noch nichts. Sie sei­en „ziem­lich ent­täuscht“ vom Insol­venz­ver­wal­ter, hät­ten ein lan­ges Schrei­ben erhal­ten aber kei­ne Klar­heit über ihre Zukunft. Den­noch woll­ten alle bis zum Schluss blei­ben, ver­sprach Wes­­sel-Win­d­­mül­­ler.

Noch läuft der Aus­ver­kauf, im Damen­be­reich und bei den Her­ren­hem­den fin­den sich noch etli­che Tei­le für Schnäpp­chen­jä­ger, aber am 31. Mai ist Schluss. Und danach? „Dann gehen wir zum Arbeits­amt.“

 

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