Schramberg-Card kommt

Nach dem Ortschaftsrat hat auch der Verwaltungsausschuss zugestimmt / Start zum 1. April

Auch der Skilift in Tennenbronn im Remsbachtal soll über die Schramberg Card für Gäste billiger werden. Archiv-Foto: him

Nach dem Ten­nen­bron­ner Ort­schafts­rat hat nun auch der Ver­wal­tungs­aus­schuss des Gemein­de­rats der Ein­füh­rung einer Schram­ber­ger Gäs­te-Card zuge­stimmt. Zunächst 16 Gut­schei­ne für Preis­er­mä­ßi­gun­gen oder gar ganz frei­en Ein­tritt erhal­ten Gäs­te, die min­des­tens zwei  Näch­te blei­ben.

Hausinternes Missverständnis“

Zu Beginn der Dis­kus­si­on bat Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog um Nach­sicht: Im neu­en Schram­berg-Maga­zin, das zu Beginn des Jah­res  erschie­nen ist, wird die Schram­berg-Card bereits bewor­ben, obwohl damals die Gre­mi­en noch kei­nen ent­spre­chen­den Beschluss gefasst hat­ten. Ein „haus­in­ter­nes Miss­ver­ständ­nis“ sei der Grund gewe­sen. Weil  die Mit­tel für die Gut­schei­ne -15.000 Euro – bereits im Haus­halt ver­plant  sei­en, sei die neue Abtei­lungs­lei­te­rin Ayline Lied­ke davon aus­ge­gan­gen, die Card sei eben­falls schon beschlos­sen. Die Aus­schuss­mit­glie­der nahmen‘s mit Humor und lob­ten das „schnel­le Ver­wal­tungs­han­deln“.

Ein biss­chen vor­ei­lig: Hin­weis im neu­en Schram­berg Maga­zin. Foto: him

Lied­ke begrün­de­te die Idee mit der Schram­berg-Card mit der im Novem­ber 2017  beschlos­se­nen Kur­ta­xeer­hö­hung von 1,20 Euro auf 1,80 Euro für Pri­vat­rei­sen­de. Auch Geschäfts­rei­sen­de müs­sen seit 2018 eine Kur­ta­xe von 90 Cent berap­pen. „Dafür wol­len wir den Gäs­ten nun auch mehr bie­ten“, so Lied­ke.

Die „Schram­berg-Card“, die die Gäs­te zusätz­lich zur Konus­kar­te erhal­ten, bie­te Gäs­ten Ermä­ßi­gun­gen von 50 Pro­zent oder sogar freie Ein­trit­te in 16 Schram­ber­ger Ein­rich­tun­gen wie Muse­en, Bädern, bei einem Fahr­rad­ver­leih, im Sub­ia­co Kino und eini­gen Ein­rich­tun­gen in Ten­nen­bronn wie Spie­le­land­schaft, Ski­lift oder Geo­caching.  „Auch das Bad­sch­nass ist dabei“, so Lied­ke, „wich­tig als Alter­na­ti­ve für das Frei­bad in die­sem Jahr.“ Im ers­ten Jahr soll das Gut­schein­heft getes­tet wer­den, „um zu schau­en, wie es ange­nom­men wird“. Im fol­gen­den Jahr kön­ne man es dann den Gäs­te­wün­schen anpas­sen.

Auf Nach­fra­gen aus dem Gre­mi­um erläu­ter­te Lied­ke, dass die Gut­schei­ne nur in Ver­bin­dung mit der Konus­kar­te in der Zeit gel­ten, in der die Gäs­te in Schram­berg wei­len. Rena­te Hil­ser lob­te den Vor­schlag. Aus eige­ner Erfah­rung wis­se sie, dass „die Gäs­te auf sol­che Sachen abfah­ren. Das bringt zusätz­li­che Gäs­te.“

Anschluss an den Hochschwarzwald?

OB Her­zog sprach von einem „ers­ten Schritt”. In Ten­nen­bronn habe ein Ort­schafts­rat mit Nein gestimmt, weil er ein grö­ße­res Ange­bot gewünscht hät­te und den Anschluss an die Gut­ach-Card vor­ge­zo­gen hät­te. Her­zog wies dar­auf hin, dass immer noch offen sei, wel­chem grö­ße­ren Tou­ris­mus­ver­bund sich Schram­berg anschlie­ßen sol­le: „Der Hoch­schwarz­wald geht immer wei­ter nach Nor­den….“ spiel­te er dar­auf an, dass auch Kom­mu­nen aus der Schram­ber­ger Nach­bar­schaft wie St. Geor­gen inzwi­schen sich dem Tou­ris­mus­ver­bund Hoch­schwarz­wald anschlie­ßen wol­len.

Nach kur­zer Dis­kus­si­on stimm­ten die Aus­schuss­mit­glie­der der Schram­berg-Card ein­mü­tig zu und seg­ne­ten so die Ver­öf­fent­li­chung in „Gute Zeit“ nach­träg­lich ab.

Info:  Die Kos­ten für freie Ein­trit­te tra­gen zu 50 Pro­zent die Ein­rich­tun­gen und zu 50 Pro­zent die Abtei­lung Mar­ke­ting und Tou­ris­mus. Bei einer Preis­er­mä­ßi­gung von 50 Pro­zent tei­len sich wie­der­um Ver­an­stal­ter und Stadt die Kos­ten. Wenn das Regie­rungs­prä­si­di­um den Haus­halt geneh­migt, könn­te die Schram­berg-Card zum 1. April ein­ge­führt wer­den.