Tennenbronner Kläranlage wird stillgelegt

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Die Tennenbronner Kläranlage wird in den kommenden Jahren stillgelegt. Nach dem Ortschaftsrat und dem Ausschuss für Umwelt und Technik hat sich nun auch der Gemeinderat einmütig dafür ausgesprochen. Stattdessen soll Tennenbronn an die Gemeinschaftskläranlage in Schramberg angeschlossen werden. Die Tennenbronner Kläranlage wird teils zurück gebaut, teils als Retentionsbecken bei Hochwasser genutzt.

Höhere Ansprüche an die Reinigungsleistungen hätten in Tennenbronn zu erheblichen Investitionen geführt. Deshalb  sei es wirtschaftlicher, Tennenbronn an Schramberg anzuschließen, hatte Tiefbauabteilungsleiter Konrad Ginter erläutert. Die Schramberger Anlage sei effektiver.

Faulturm in Betrieb genommen

Ginter berichtete in diesem Zusammenhang, dass der neue Faulturm inzwischen im Betrieb ist. Das mit dem dort gewonnen Faulgas betriebene Blockheizkraftwerk laufe wieder und liefere einen Gutteil des für den Betrieb notwendigen Stroms.

Der neue Faulturm liefert seit ein paar Tagen Gas für ein Blockheizkraftwerk. Foto: him

Kanal und Radweg kombinieren

Ebenfalls beschlossen hat der Gemeinderat einen Radweg entlang der Landstraße von Schramberg nach Tennenbronn und weiter nach St. Georgen anzustreben. Wie berichtet, könnte dieser Radweg im Zusammenhang mit dem Kanalbau im Bernecktal gebaut werden.

Die Fortsetzung Richtung St. Georgen ist eine alte Forderung aus Tennenbronn, der nun mit einer Online-Petition Nachdruck verliehen wurde. 1202 Personen unterstützen die Petition, davon 734 aus Schramberg. Nach den Regeln der Petition muss sich der Rat oder ein Ausschuss nun mit dem Thema befassen.

Fortsetzung bis St. Georgen

Jürgen Reuter („Aktive Bürger“) war in Bezug auf die Weiterführung nach St. Georgen skeptisch. Dort gebe es sehr enge Stellen. Er meinte: „Man soll nicht  glauben, was alles geht.“ Im Bezug auf die „S-Bahnstrecke“ nach Schiltach und den dortigen Radweg werde dagegen argumentiert, das sei alles unmöglich.

Engstelle bei der Firma Schneider. Archiv-Foto. him

Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht) wollte wissen, ob es schon Hinweise gebe, dass das Projekt genehmigt werde. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr erklärte, der Radweg sei „nicht Teil des priorisierten Radwegeentwicklungsplans“ des Landes. Ginter ergänzte, die Stadt könne mit dem Land aber eine Kooperationsvereinbarung schließen, da auch Stützmauern an der Landesstraße gerichtet werden müssen.

Am 10. November werde ein Fachmann des Regierungspräsidiums kommen und mit der Stadt beraten. Wichtig sei aber, dass der Landtag dem Projekt zustimme. Es habe schon „erste Sondierungsgespräche“ gegeben, so Eisenlohr. Sie schränkte ein: „Wir brauchen Glück und Wohlwollen.“

Reinhard Günter (SPD-Buntspecht) dankte der Verwaltung, dass diese die Anregungen ernst nehme. Oft höre er den Vorwurf nach abgeschlossenen Bauprojekten, warum man nicht früher an etwas gedacht habe. „Jetzt versuchen wir es auszuschöpfen und Kanal und Radweg zu verknüpfen.“ Günter glaubt, die politische Stimmung sei derzeit für Radwege günstig.

Der Rat stimmte einstimmig für das Vorhaben. „Sehr hilfreich“ sei dieses Votum für die Gespräche mit dem Land, so Eisenlohr.

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