Das Regierungspräsidium Freiburg zeigt Wertschätzung für künstlerisches Schaffen aus der Region: Es hat kürzlich drei Werke der Oberndorfer Künstlerin Julia von Troschke erworben, eines davon hängt direkt im Foyer.
Die Künstlerin, die bundesweit ausstellt, widmet sich in ihren häufig aus Holz gearbeiteten Bildern und Skulpturen der Interaktion von Mensch und Umwelt. Ihre Arbeiten sind geprägt von biografischen Erfahrungen zwischen Fremdsein und Ankommen, von Theaterarbeit und intensiven Lebensphasen, die ihren Blick auf Welt und Mensch geschärft haben.
Die Arbeiten von Julia von Troschke wurden bisher sowohl bundesweit als auch in Belgien, Frankreich, der Schweiz und Italien ausgestellt. Nach fünf Jahren Leben und Arbeit in Italien ist seit 2008 Oberndorf zum Lebensmittelpunkt der Künstlerin geworden. Ihre Kunst beschäftigt sich mit dem Menschen, deren Verhältnis untereinander und zur Welt. Gegenständliche Darstellung verbindet sich mit Collage, abstrakten Elementen, Strukturen und Mustern. Aus Holz und vielen weiteren Materialien entstehen so Bilder, Skulpturen und Installationen.
Ich freue mich sehr, meine Arbeiten nun in größerem Umfang im Landkreis zeigen zu können. Es ist etwas Besonderes, dort auszustellen, wo ich lebe und arbeite.
Julia von Troschke
Passend dazu eröffnet Julia von Troschke im Kunst Raum Rottweil am Sonntag, den 26. April 2026, um 11 Uhr die Ausstellung „Aussichten ins Offene“, in der sie gemeinsam mit der in Düsseldorf lebenden und in Rottweil geborenen Künstlerin Ulrike Kessl zu sehen ist.
Kessl lotet in ihren experimentellen, skulpturalen Arbeiten und Installationen das Verhältnis von Mensch und Raum aus. Zusammen gestalten die beiden Künstlerinnen den Ausstellungsraum und eröffnen neue Perspektiven im Zusammenspiel von Raum, Mensch und Umwelt.
Vorab besuchte Johannes Waldschütz, Stabsstellenleiter Archiv, Kultur, Tourismus im Landratsamt, die Künstlerin in ihrem Atelier. Gemeinsam wählten sie die Werke für die Ausstellung aus. Eindrücke und Fotos aus diesem Besuch vermitteln einen direkten Blick hinter die Kulissen der kreativen Arbeit.
Es ist bereichernd, diese beiden künstlerischen Perspektiven im Landkreis sichtbar zu machen; zugleich ist die Ausstellung ein schönes Beispiel dafür, wie lokale Kunstschaffende sowohl bundesweit Anerkennung finden als auch hier im Landkreis erlebbar werden.
Johannes Waldschütz:




