Ökumenischer Weltgebetstag in Verbundenheit mit Nigeria

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Mitglieder der Vorbereitungsgruppe am afrikanisch geschmückten Altar zum Weltgebetstag 2026 in Rottweil (Foto: Gudrun Roth-Ganter)

Rottweil – „Kommt! Bringt euere Last!“ lautete das Motto zum Weltgebetstag (WGT) 2026. Um einen Altar, der mit einem Kreuz aus Afrika sowie mit Bibel, Kerze, Blumen, Pflanzen, Bananen und Gegenständen aus Afrika und einem großen afrikanischen Tuch geschmückt war, versammelten sich etwa 120 Frauen und Männer zu einem ökumenischen Gottesdienst im evangelischen Gemeindehaus in der Johanniterstraße.

Die weltweite Verbundenheit im Gebet feierten Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen auch in Rottweil. Das Vorbereitungsteam aus der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde hatte zum Weltgebetstag eingeladen. Die Liturgie geleitet haben Eva-Maria Ehret-Becker und Eva Arnold, begleitet von Mitgliedern des Vorbereitungsteams, die Texte aus dem Begleit-Heft vortrugen.

Regelmäßig am ersten Freitag im März wird der Weltgebetstag in mehr als 170 Ländern am gleichen Tag gefeiert. Diesmal wurde er von christlichen Frauen aus Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas mit 230 Millionen Einwohnern, vorbereitet. Die Texte und Lieder erzählten von den Problemen, Gefahren und Sorgen der Menschen, aber auch von der Kraft des Glaubens und dem Vertrauen darauf, das Gott die Menschen nie verlässt und er ihre Lasten mitträgt. Die Liturgie zum Weltgebetstag entsteht jeweils in einem anderen Land. Der Leitgedanke „Informiert beten- betend handeln“ wird durch Informationen in Bild und Text zum jeweiligen Land vorgestellt.

Die Musik wurde in ökumenischer Verbundenheit gestaltet durch Mitglieder des Münsterchores und des Chores der Predigerkirche sowie Regionalkantorin Judith Kilsbach (Klavier) und der SE IV Band mit Patrick Mink und Gästen.

Die Umsetzung der Idee „Betend handeln“ zeigte sich auch darin, dass die Anwesenden selbst mit ihren Spenden für soziale Projekte in verschiedenen Ländern der Welt beitrugen. Der Großteil der jährlichen Kollekten kommt Frauen-und Mädchenprojekten auf der ganzen Welt zugute. Seit 1975 konnten so über 6000 Projekte in rund 150 Ländern mit über 77 Millionen Euro unterstützt werden.

Anklang gefunden haben auch ein Angebot des Weltladens Rottweil, an dem Waren, auch aus Afrika, zum Verkauf angeboten wurden, und ein Büchertisch mit Büchern zum Thema „Afrika“. Im Anschluss an den Gottesdienst erfreuten sich die Besucherinnen und Besucher an Tee, Brot und dem landestypischem Gericht „Yollof-Reis“. Das Essen, zubereitet von Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe, bot gute Gelegenheit, noch einige Zeit zusammen bei Gesprächen zu verweilen.

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