Ende April verunglückte ein 21-Jähriger in Altoberndorf schwer mit einem E-Scooter. Seither liegt er im Koma und musste mehrere Operationen überstehen. Für seine Familie, die fünf jüngere Geschwister zu versorgen hat, ist inzwischen ein Spendenaufruf angelaufen – mit einem fünfstelligen Betrag.
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 29. April, gegen 17.30 Uhr in der abschüssigen Straße „Wängen“ im Oberndorfer Stadtteil Altoberndorf. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz verlor der 21-Jährige vermutlich wegen eines Schlaglochs die Kontrolle über seinen E-Scooter und stürzte. Er trug keinen Helm und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik.
Vier Monate später ist der junge Mann nach Darstellung des Spendenaufrufs weiterhin nicht bei Bewusstsein. Er sei inzwischen in einer Jugend-Rehaklinik untergebracht, heißt es dort. Wegen der Entfernung zum Wohnort seien Besuche für die Angehörigen schwierig. Ein Teil der Hilfsmittel, die er nach der Reha benötigen werde, sei nicht von der Krankenkasse gedeckt.
Initiiert hat die Kampagne auf der Plattform GoFundMe nicht die Familie selbst, sondern Martina Adam-Karle aus Muggensturm im Landkreis Rastatt. Sie war nach eigenen Angaben im Juni auf die Familie gestoßen, weil diese einen Wohnwagen verkaufte – im Gespräch habe sich der Grund für den Verkauf herausgestellt.
Mich berührt das sehr, meine Gedanken sind oft bei ihnen … diese Familie mit den anderen 5 jüngeren Geschwistern, wie sie diese schlimme Zeit gemeinsam meistern , der Zusammenhalt und die Fürsorge sind unbeschreiblich.
Martina Adam-Karle
Ich will einfach nicht unversucht lassen, hier über das Portal das Leidr dieser liebenswerten Familie etwas zu lindern. Deshalb hoffe ich, dass auf diesem Weg etwas Unterstützung zusammen kommen wird, die ihnen durch diese schwere Zeit hilft und wenigstens die zusätzliche finanzielle Sorge doch ein wenig nehmen kann.
Das Spendenziel liegt bei 28.000 Euro. Nach Angaben der Organisatorin waren zuletzt rund 21.700 Euro zusammengekommen. Der aktuelle Stand ist auf der Kampagnenseite einsehbar.
Der Fall lenkt den Blick auch auf ein Detail, das im Polizeibericht nur ein Nebensatz war: Der 21-Jährige fuhr ohne Helm. Für E-Scooter gilt in Deutschland keine Helmpflicht. Unfallforscher weisen seit Jahren darauf hin, dass gerade Kopfverletzungen den Großteil der schweren E-Scooter-Unfallfolgen ausmachen.
21-Jähriger bei E-Scooter-Sturz in Oberndorf lebensgefährlich verletzt – unser Erstbericht
Ein schwerer Unfall mit einem E-Scooter hat sich am Mittwochnachmittag in Altoberndorf ereignet. Ein 21-Jähriger erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und musste per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden.
Nach aktuellem Stand war der junge Mann gegen 17.30 Uhr auf der abschüssigen Straße „Wängen“ im Oberndorfer Stadtteil Altoberndorf unterwegs. Wie das Polizeipräsidium Konstanz mitteilt, verlor der 21-Jährige vermutlich aufgrund eines Schlaglochs die Kontrolle über seinen E-Scooter und stürzte.
Bei dem Sturz zog sich der Fahrer schwerste Verletzungen zu. Er war nach Angaben der Polizei ohne Helm unterwegs. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Die genauen Umstände des Unfalls sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Verkehrsdienst Zimmern ob Rottweil hat diese aufgenommen.
