Der „Goldgrube-Brunnen“ ist bereits abgebaut, das kleine Gärtlein vor der Nähstube weggebaggert. Spätestens nach Ostern beginnen die eigentlichen Bauarbeiten am Hirsoner Platz, an der Steige und der Paradiesgasse.
Der Hauptteil der Sanierung der Fußgängerzone musste warten, bis die Nächte sicher frostfrei sind, erläutert der Abteilungsleiter Tiefbau Horst Bisinger. Die Stadtwerke verlegen nämlich oberirdisch Notwasserleitungen für die Bewohner der Häuser entlang der Strecke. Und diese dürfen nachts nicht einfrieren.
Strenge Vorschriften und Materialmangel wegen Corona
Das war schon von Anfang an so geplant, aber nun kommt noch die Coronapandemie dazu. Neue Sicherheitsvorschriften, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, gelten auch auf Baustellen. „Wir hatten ein intensives Gespräch mit den Stadtwerken und nun eine Lösung gefunden“, so Bisinger. Die Mitarbeiter der Baufirma und der Stadtwerke müssten diese strengen Regeln einhalten, ein Sicherheitsbeauftragter werde auf der Baustelle darauf achten.

Beginnen sollen die Arbeiten wie geplant unten am Hirsoner Platz. Dann werden sich die Bauarbeiter bis zur Oberndorfer Straße abschnittsweise hocharbeiten, so Bisinger. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen werden ausgetauscht und die Oberfläche neu gestaltet.
Über die Wintermonate hatten die Bauarbeiter in den Nebenbereichen Richtung Parkhaus/AOK gearbeitet und dort die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen. An einigen Stellen fehlt noch das Granitsteinpflaster. „Da gibt es einen Materialengpass“, erklärt Bisinger, „das Natursteinpflaster kommt aus dem Elsass, und da gibt es wegen der Coronakrise grade Lieferschwierigkeiten.“
Am Mittwochnachmittag informiert die Stadt, das die Arbeiten an der Fußgängerzone fortgeführt werden:
Heute wurde im Einvernehmen mit der Baufirma beschlossen die Arbeiten im Zuge der Sanierung der Fußgängerzone fortzuführen.
Daher wird die Straße An der Steige von der Marktstraße bis zur Kreuzung Mühlegrabenweg / Paradiesgasse sowohl für den Verkehr als auch für Fußgänger voll gesperrt.
Die Anlieger werden gebeten, ihre Fahrzeuge außerhalb der Baustelle zu parken
Info: Insgesamt wird die Sanierung der Fußgängerzone etwa 2,5 Millionen Euro kosten. Die Hälfte davon (1,24 Millionen) zahlt die Stadt für den Straßenbau. Die Abwasserkanäle schlagen mit 670.000 Euro zu Buche. Die neuen Gas- und Wasserleitungen kosten knapp 330.000 Euro. Weitere etwa 240.000 Euro sind für Ingenieurs- und Gutachterkosten eingeplant.
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