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Sonntag, 8. Dezember 2019
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Strobel: Immer noch tiefer ins Schlamassel – ein Leserbrief

Leser­brief zu Orts­vor­ste­her Stro­bels Stel­lung­nah­me: ” Vom Hof gejagt”

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Die Ten­nen­bron­ner E‑Mail-Affä­­re wür­de sich für eine Pos­se eig­nen, lei­der jedoch spielt sie nicht auf einer Büh­ne, son­dern in Wirk­lich­keit. Ein Orts­vor­ste­her, der sich in sei­nem Selbst­bild wohl wie ein Vogt von Ten­nen­bronn vor­kam und sich nun nach und nach selbst ent­blät­tert.

Sei­ne ver­schie­de­nen Ver­sio­nen über sei­ne Betei­li­gung an der fata­len E‑Mail, davon min­des­tens zwei erlo­gen. Sei­ne Schil­de­rung der Gemein­de, wie er sie vor­ge­fun­den haben will. Sei­ne Anga­be, er habe immer an allen Sit­zun­gen teil­ge­nom­men, außer wenn er ande­re ört­li­che Ter­mi­ne hat­te (dabei müs­sen für einen haupt­amt­li­chen Orts­vor­ste­her die Ort­­schafts­­­rats- und Aus­schuss­sit­zun­gen Vor­rang haben vor Besu­chen in  der Wohn­stu­be, bei pri­va­ten Fei­ern oder am Stamm­tisch). Wenn er Urlaub hat­te, konn­te er auch nicht teil­neh­men, schreibt er in sei­nem Brief an den Ort­schafts­rat, aber ein paar Sät­ze wei­ter liest man, er habe nie Urlaub gehabt in den 18 Mona­ten.

Hauptfehler: Strobel anstellen

Viel dum­mes Zeug, das zusam­men ein denk­bar schlech­tes Bild ergibt. Im Brief an den Ort­schafts­rat ver­wech­selt er Demo­kra­tie mit Demo­gra­phie. Alles zusam­men ist so falsch wie die Ortho­gra­phie in sei­nem Brief. Lutz Stro­bel schreibt, er ent­schul­di­ge sich für Feh­ler, die er gemacht habe. Der Haupt­feh­ler in die­ser Sache scheint mir die Ein­stel­lung des Beam­ten durch die Stadt Schram­berg gewe­sen zu sein, und dass das Trei­ben erst durch die Auf­de­ckung der E‑Mail-Affä­­re auf­ge­flo­gen ist (dafür ist der NRWZ zu dan­ken).

Lutz Stro­bel schreibt am Schluss sei­nes Brie­fes an den Ort­schafts­rat: „Ich wer­de mir nun viel Zeit neh­men müs­sen, um von mei­ner Erkran­kung gesund zu wer­den …“. Die Dro­hung mit einem lan­gen Arbeits­aus­fall wegen Krank­heit könn­te als ein Kün­di­gungs­grund gewer­tet wer­den. Schlimm zu sehen, wie sich da jemand immer noch tie­fer ins Schla­mas­sel rei­tet.    

War­um schrei­be ich die­sen Leser­brief? Ich stam­me aus Ten­nen­bronn, habe dort mei­ne Kind­heit und Jugend erlebt und lebe seit lan­gem in Frank­furt am Main. Trotz der räum­li­chen Ent­fer­nung bin ich betrof­fen von der Ange­le­gen­heit, weil ich mich mit mei­nem ursprüng­li­chen Hei­mat­ort Ten­nen­bronn ver­bun­den füh­le und mich dort auch enga­gie­re. Der Ort war vie­le Jah­re gut geführt und ich wün­sche ihm, dass es auch wie­der so wird.    

Klaus Fich­ter, Frank­furt

 

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