Dachstuhlbrand in Dornhan-Weiden – Familienvater erleidet Brandverletzungen

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Dornhan-Weiden. Im Dornhaner Teilort Weiden ist am Donnerstagabend ein Dachstuhlbrand ausgebrochen. Gegen 23 Uhr bestätigte die Polizei das Feuer. Zahlreiche Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an. In dem betroffenen Haus wohnt eine fünfköpfige Familie. Der Vater wurde nach Angaben des Rettungsdienstes mit Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. 

Zunächst bestand die Sorge, dass sich noch Menschen in dem Gebäude befinden könnten. Deshalb wurde ein Einsatzstichwort gewählt, das auf eine mögliche Gefährdung von Menschenleben hinweist. In solchen Fällen werden in der Regel auch zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes zusätzlich alarmiert. Die Einsatzleitung übernahm Dornhans Feuerwehrkommandant Frank Pfau. 

Nach bisherigem Stand waren Feuerwehrkräfte aus Weiden, Dornhan und Sulz im Einsatz. Die Löscharbeiten wurden rasch eingeleitet. Dennoch schlugen zunächst weiterhin Flammen aus dem Haus. Der Feuerschein war bereits aus mehreren Kilometern Entfernung am Himmel zu sehen. Der Brand hatte sich vom Dachstuhl aus auf das Gebäude ausgedehnt. Gegen 23.30 Uhr galt der Dachstuhl, der von mehreren Seiten mit massivem Wassereinsatz bekämpft wurde, als ausgebrannt.

Fotos: Peter Arnegger

Nach ersten Informationen vor Ort wurde bei dem Brand eine Person verletzt. Der Vater der in dem Haus lebenden Familie erlitt Brandverletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Das sagte der organisatorische Leiter Rettungsdienst, Manuel Feilcke, der NRWZ. Die Mutter und die drei Kinder blieben demnach offenbar unverletzt. Sie wurden vom Roten Kreuz betreut. Auch Dornhans Bürgermeister Markus Huber machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. „Das ist bereits der zweite Brand dieses Jahr bei uns.“, sagte Huber der NRWZ. Das sei ungewöhnlich, ergänzte er. Erst im Januar musste seine Feuerwehr einen Großeinsatz bewältigen.

Wie der Sprecher der Kreisfeuerwehr Rottweil, Danny Barowka, mitteilte, wurde die Gesamtfeuerwehr Dornhan ebenso alarmiert wie die Führungsgruppe Oberndorf. Zur Unterstützung war außerdem die Drehleiter aus Sulz im Einsatz. Die Leitstelle alarmierte wegen der anhaltenden Löscharbeiten zudem die Sulgen stationierte Zentrale Feuerwehrwerkstatt nach. Gegen 23.45 Uhr entschied Kommandant Pfau, zusätzlich einen Angriffstrupp ins Gebäude zu schicken. Bis dahin waren die Löscharbeiten von außen erfolgt. Mit dem Innenangriff sollte verhindert werden, dass das Gebäude vollständig niederbrennt. Zu diesem Zeitpunkt schlugen allerdings noch immer Flammen aus dem Dach. 

Bereits gegen 23 Uhr hatte Feuerwehrsprecher Barowka die Einsatzstärke beziffert: Einschließlich des DRK waren mehr als 100 Menschen vor Ort. Mit fünf C-Rohren versuchte die Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Parallel dazu wurde der Innenangriff vorbereitet. 

Auch der Energieversorger Netze BW war mit mehreren Mitarbeitenden an der Einsatzstelle. Über dem Brandobjekt verlaufen Stromleitungen. Diese sollten mithilfe einer Drohne aus der Luft kontrolliert werden. Das Polizeipräsidium Konstanz rief dazu auf, den Bereich um die Einsatzstelle weiträumig zu umfahren. Angaben zur Brandursache und zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor.

Die Polizei ist ebenfalls mit einer Vielzahl an Kräften vor Ort, Ermittler der Kriminalpolizei haben sich eingefunden.

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