Innerhalb eines Wochenendes häufen sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz Fälle von Alkohol am Steuer – vom E-Bike bis zum Lastwagen. Die Vorfälle zeigen eindrücklich, wie gefährlich Alkohol im Straßenverkehr bleibt.
Rottweil / Schwarzwald-Baar-Kreis / Region. Mehrere Alkoholfahrten haben am Wochenende Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in der Region beschäftigt – mit teils dramatischen Folgen.
Besonders alarmierend ist ein Vorfall in St. Georgen: Ein 64-jähriger Autofahrer befuhr am Freitagnachmittag den für Autos gesperrten Marktplatz und erfasste dort einen fünfjährigen Jungen auf seinem Fahrrad. Das Kind wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Der Mann entfernte sich nach kurzer Rücksprache mit Zeugen unerlaubt von der Unfallstelle. Wenig später traf ihn die Polizei an seiner Arbeitsstelle an. Ein Alkoholtest ergab rund 0,6 Promille. Der Führerschein wurde beschlagnahmt.
Besonders spektakulär verlief ein Unfall in Niedereschach: Ein 37-jähriger Autofahrer war am Sonntagabend mit über zwei Promille auf der Öschlestraße unterwegs, als er gegen ein geparktes Auto prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stellte sich sein Mazda auf die Fahrertür und kam nur noch auf den Vorderrädern zum Stehen. Der Mann konnte sich nicht selbst befreien und musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet werden. Er kam vorsorglich ins Krankenhaus, blieb nach ersten Erkenntnissen aber unverletzt.
Auch in Rottweil griff die Polizei ein: In der Schramberger Straße stoppten Beamte am frühen Samstagmorgen einen 16-jährigen E-Bike-Fahrer. Der Jugendliche war durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen, ein Alkoholtest ergab rund 1,8 Promille. Die Weiterfahrt wurde untersagt, anschließend erfolgte eine Blutentnahme. Der 16-Jährige wurde seinen Eltern übergeben.
Auf der Autobahn A81 bei Dietingen sorgte ein betrunkener Lastwagenfahrer für Gefahr: Er touchierte im Baustellenbereich eine Betonwand und beschädigte mehrere Warnbaken – und fuhr anschließend weiter. Erst durch Hinweise konnte die Polizei den Mann stoppen. Auch hier stellten die Beamten eine deutliche Alkoholisierung fest. Mehr über diesen Fall hier.
Bereits zuvor war in Villingen-Schwenningen ein Autofahrer durch Schlangenlinien und riskante Fahrweise aufgefallen. In einem weiteren Fall verursachte ein alkoholisierter Fahrer einen Unfall mit Sachschaden.
Die Polizei warnt eindringlich: Alkohol beeinträchtigt Reaktionsvermögen und Urteilsfähigkeit erheblich – unabhängig vom Fahrzeug. Die Häufung der Fälle innerhalb kurzer Zeit zeigt, wie groß die Gefahr weiterhin ist.









