Dietinger Rätsche: im Dienst seit 1768

Heute wieder im Einsatz: die Dietinger Rätsche. Foto: al
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Zum reichen Brauchtum der Kartage gehört vielerorts das Rätschen. In Dietingen ist eine Rätsche seit 1768 bis heute in Gebrauch.

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Dietingen – Da die Kirchenglocken als Zeichen der Trauer vom Gloria in der Gründonnerstag-Messe bis zur Feier der Osternacht schweigen, werden Gottesdienste und Gebetszeiten mit Rätschen angezeigt. Bei diesen Holzgerätschaften spannen Zähne eines sich drehenden Rades elastische Zungen an, die sich bei der weiteren Drehung lösen, zurückschlagen und so ein prasselndes Geräusch erzeugen.

Auf ein besonders eindrucksvolles Exemplar dieser Geräuscherzeuger kann man in Dietingen stolz sein: Dort ist nach wie vor eine Rätsche in Gebrauch, die anno 1768 in Dienst gestellt wurde – das jedenfalls legt die auf den Spannhämmern eingeschnitzte Jahreszahl nahe.

1768 wurde die Rätsche hergestellt und vor einigen Jahren instand gesetzt. Foto: al

1768 war Joseph II. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in Frankreich herrschte Ludwig XV. noch absolutistisch und nach über 300 Jahren endete die Zugehörigkeit Hamburgs zum dänisch regierten Herzogtum Holstein.

Während das alles längst Geschichte ist, macht die Dietinger Rätsche auch nach 258 Jahren noch zuverlässig das, wofür sie einst sehr solide gebaut wurde. Ministrantinnen und Ministranten erzeugten – angeleitet von Stefan Török – mit der Rätsche auch diesen Karfreitag wieder eine Geräuschkulisse, die dem ernsten Gepräge des Tages als Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu angemessen ist.

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