Wohnungseinbrüche gehören zu den Straftaten, die bei vielen Menschen besondere Verunsicherung auslösen. Ein Blick in die aktuelle Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Konstanz zeigt jedoch: Im Landkreis Rottweil bleibt die Zahl der Einbrüche weiterhin vergleichsweise niedrig.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei im Landkreis Rottweil mehrere Dutzend Wohnungseinbrüche. Damit bewegt sich der Kreis weiterhin auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen Jahren. Auch landesweit zählt die Region zu den Gebieten mit relativ wenigen Einbrüchen.
Größere Städte häufiger betroffen
Ganz gleichmäßig verteilen sich die Fälle allerdings nicht über den Landkreis. Wie aus den polizeilichen Auswertungen hervorgeht, treten Einbrüche vor allem dort auf, wo viele Menschen wohnen und mehr Verkehr herrscht.
Zu den Orten mit den meisten registrierten Fällen zählen insbesondere die größeren Städte im Kreis, darunter:
- Rottweil
- Schramberg
- Oberndorf am Neckar
- Sulz am Neckar
In kleineren Gemeinden kommt es dagegen deutlich seltener zu Wohnungseinbrüchen.
Täter schlagen oft tagsüber zu
Auffällig ist ein Trend, den die Polizei seit Jahren beobachtet: Ein erheblicher Teil der Einbrüche geschieht tagsüber, wenn Bewohner arbeiten oder unterwegs sind. Diese sogenannten Tageswohnungseinbrüche nutzen die Abwesenheit der Bewohner aus.
Typisch ist dabei eine relativ einfache Vorgehensweise. Häufig versuchen Täter, Fenster oder Terrassentüren aufzuhebeln. In vielen Fällen bleibt es allerdings beim Versuch – etwa weil Fenster besser gesichert sind oder Nachbarn aufmerksam werden.
Polizei setzt auf Prävention
Die Polizei weist regelmäßig darauf hin, dass bereits einfache Sicherungsmaßnahmen das Risiko eines Einbruchs deutlich senken können. Dazu gehören unter anderem:
- stabile Fenster- und Türsicherungen
- abschließbare Fenstergriffe
- gute Außenbeleuchtung
- aufmerksame Nachbarschaften
Einbrecher suchten sich in der Regel möglichst einfache Ziele. Schon kleine Hindernisse könnten Täter abschrecken.
Aufklärungsquote bleibt stabil
Auch wenn Einbrüche oft schwer aufzuklären sind, gelingt es der Polizei immer wieder, Täter zu ermitteln. Insgesamt liegt die Aufklärungsquote bei Straftaten im Landkreis Rottweil bei rund zwei Dritteln.
Unterm Strich zeigt die Statistik: Der Landkreis bleibt im Vergleich zu vielen größeren Regionen ein relativ sicheres Gebiet – auch wenn einzelne Einbrüche weiterhin für Verunsicherung sorgen.
Wohnungseinbrüche in der Region (2025)
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in den Landkreisen der Region sehr unterschiedlich. Während einige Kreise nur wenige Dutzend Fälle im Jahr registrieren, liegen andere deutlich höher. Entscheidend sind vor allem Einwohnerzahl und die Größe der Städte.
| Landkreis | registrierte Wohnungseinbrüche (ca.) |
|---|---|
| Landkreis Rottweil | etwa 40–50 Fälle |
| Schwarzwald-Baar-Kreis | etwa 70–80 Fälle |
| Landkreis Tuttlingen | etwa 15–30 Fälle |
| Landkreis Freudenstadt | etwa 25–40 Fälle |
| Zollernalbkreis | etwa 60–80 Fälle |
Einordnung:
- Im Landkreis Rottweil liegt die Zahl der Einbrüche im regionalen Vergleich im unteren Mittelfeld.
- Tuttlingen gehört zu den Kreisen mit den niedrigsten Fallzahlen.
- Schwarzwald-Baar und der Zollernalbkreis verzeichnen aufgrund größerer Städte deutlich mehr Einbrüche pro Jahr.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Konstanz sowie regionale Polizeiberichte.



