Große Projekte stehen im Landkreis Rottweil an. Darüber und über die Arbeit der SPD-Kreistagsfraktion berichtete Theresa Renz in Vertretung für den Fraktionsvorsitzenden Berthold Kammerer bei der Kreisdelegiertenversammlung des SPD-Kreisverbandes Rottweil im Turnerheim in Oberndorf.
Kreis Rottweil – Die Arbeit im Kreistag sei für die kleine, fünfköpfige Fraktion fordernd. Sie müsse die Kreistagssitzungen, Ausschüsse und zusätzliche diverse Arbeitskreise besetzen. Dabei seien viele Themen längerfristig auf der Tagesordnung. Es gehe darum, öffentliche Aufgaben zu erfüllen, die über die Gemeindegrenzen hinaus den ganzen Landkreis oder einen Teil davon betreffen würden. Diese Aufgaben erfordern in der Regel einen längeren Zeitraum oder es sind Daueraufgaben.
In einem Überblick nannte Theresa Renz exemplarisch den Landratsamts-Neubau. Man käme gut voran und befinde sich im Zeit- und Kostenplan. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Das Parkhaus auf dem Grundstück wird noch in diesem Jahr bebaut und soll im Herbst 2027 fertig werden. Weiterhin berichtete sie über das vierte Teilprojekt zum Breitbandausbau. Bis ins Jahr 2030 sollen weitere 9000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden. Der Kreis liege hier im Bundes- und Landesvergleich auf einem vorderen Platz. Seit 2014 sei der Kreis fraktionsübergreifend an diesem Thema dran und gehe sehr zielgerichtet vor.
Für den ÖPNV sollen vor allem in der Taktung und im Umbau der zentralen Haltestellen mit Echtzeitinformationen für die Fahrgäste Verbesserungen erzielt werden. Die Arbeit des Arbeitskreises zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans ist fast geschlossen. Mit Ergebnissen rechnet man im Herbst 2026.
Bei der Gesundheitsversorgung gehe es vor allem darum, den akuten Fachärztemangel abzumildern. Derzeit werden konkrete Kooperationsmodelle von Arztpraxen geprüft. Sollten diese Modelle nicht zum Erfolg führen, werde man das Genossenschaftsmodell für den Bau von medizinischen Versorgungszentren erneut aufgreifen. „Das Thema ist also noch nicht vom Tisch“, so Renz.
Mehr Personal und Geld werde für den Ganztagsausbau der sonderpädagogischen Bildungszentren benötigt. Dies betreffe den Kreis für seine Schulen ebenso wie die Städte und Gemeinden für die Grundschulen. Als letzten Punkt erwähnte Theresa Renz die Erhaltung der Infrastruktur im ländlichen Raum. Sie sei ebenfalls eine Daueraufgabe und beträfe Straßen, Brücken, Felssicherungen und Radwege. Zuversichtlich zeigte sie sich bezüglich des neu gewählten Landrates. Am 23. März wurde Christof Keckeisen als Nachfolger von Wolf-Rüdiger Michel gewählt. „Wir sind zuversichtlich, dass er das in ihn gesetzte Vertrauen erfüllen kann und den Landkreis mit Ideen und Tatkraft weiter voranbringt.“
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