Mit den ersten warmen Tagen steigt auch das Risiko für Zeckenstiche. Die kleinen Parasiten können Krankheiten übertragen – auch in der Region. Was jetzt wichtig ist, wer sich impfen lassen sollte und wie man sich schützt.
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Zecken gibt es überall – auch vor der Haustür
Sobald es wärmer wird, sind Zecken aktiv. Sie leben nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, Gärten und auf Wiesen. Ein Stich ist daher auch im Alltag möglich – etwa beim Spaziergang, beim Sport im Grünen oder im eigenen Garten.
Wichtig zu wissen: Zecken fallen nicht von Bäumen. Sie sitzen vor allem im Gras oder in niedrigem Gebüsch und gelangen beim Vorbeigehen auf die Kleidung.
Welche Krankheiten drohen?
Zecken können vor allem zwei Krankheiten übertragen:
- FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): eine Virusinfektion, die zu Entzündungen von Gehirn, Hirnhäuten oder Rückenmark führen kann. Eine gezielte Behandlung gibt es nicht – nur eine Impfung schützt.
- Borreliose: eine bakterielle Erkrankung, die meist mit Antibiotika behandelt werden kann. Eine Impfung existiert hier nicht.
Besonders tückisch: FSME-Viren können sofort beim Stich übertragen werden. Borreliose-Erreger dagegen oft erst nach mehreren Stunden.
Ist unsere Region betroffen?
Ja. Baden-Württemberg zählt zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland. Damit gilt auch für den Kreis Rottweil: Wer sich regelmäßig draußen aufhält, hat ein erhöhtes Risiko. Zudem breiten sich die Risikogebiete weiter aus. Zecken kommen ohnehin bundesweit vor – ein Stich ist also überall möglich.
Für wen ist die FSME-Impfung sinnvoll?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für:
- Menschen in Risikogebieten (wie Baden-Württemberg)
- Personen mit viel Aufenthalt im Freien (z. B. Jogger, Gartenbesitzer)
- Berufsgruppen wie Forst- oder Landwirte
- Reisende in betroffene Regionen (z. B. Österreich)
Auch Kinder ab einem Jahr können geimpft werden.
Noch rechtzeitig vor der Saison?
Ja. Bereits rund zwei Wochen nach der zweiten Impfung besteht ein erster Schutz. Für einen langfristigen Schutz ist eine dritte Impfung notwendig.
So schützt man sich vor Zeckenstichen
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken:
- Lange Kleidung tragen (Hosen, lange Ärmel)
- Feste Schuhe anziehen
- Hosenbeine in die Socken stecken
- Helle Kleidung wählen (Zecken besser sichtbar)
- Zeckenschutzmittel verwenden (wirken nur begrenzte Zeit)
- Nach dem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich absuchen
Besonders entscheidend: Auch Kinder nach dem Spielen draußen kontrollieren.
Was tun nach einem Zeckenstich?
Eine Zecke sollte möglichst schnell entfernt werden:
- Mit Pinzette oder Zeckenkarte nah an der Haut greifen
- Langsam und gerade herausziehen
- Stichstelle beobachten
Treten danach Symptome wie Rötungen, Fieber oder grippeähnliche Beschwerden auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Das Wichtigste auf einen Blick
Wo gibt es Zecken?
Überall – auch in Gärten und Parks
Welche Krankheiten drohen?
FSME (Virus, keine Therapie) und Borreliose (Bakterium, behandelbar)
Ist die Region betroffen?
Ja, Baden-Württemberg ist FSME-Risikogebiet
Wer sollte sich impfen lassen?
Alle mit regelmäßigem Aufenthalt im Freien in Risikogebieten
Wie schützt man sich?
Kleidung, Repellents, Absuchen des Körpers
Was tun bei Stich?
Schnell entfernen und Stelle beobachten










