Rottweil – Die Jahreshauptversammlung des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Rottweil stand in diesem Jahr im Zeichen des Ehrenamts und der Menschen. Mehrere Ehrenamtliche wurden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Zu Beginn der Veranstaltung blickte der Ortsverband auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Nach dem Umzug an den neuen Standort im Jahr 2024 wurde die Infrastruktur der
Liegenschaft im letzten Jahr weiter ausgebaut. So konnte unter anderem die Werkstatt umfassend erneuert werden. Neben zahlreichen Ausbildungsdiensten waren die Helfer auch bei Einsätzen und Veranstaltungen gefordert. Dazu gehörten unter anderem Unterstützungen bei Bränden in der Region, technische Hilfeleistungen sowie Einsätze im Rahmen von Großveranstaltungen wie dem Southside-Festival oder der Beatparade.
Parallel dazu wurde intensiv ausgebildet, etwa in Lehrgängen zur Stabsarbeit, beim thermischen Trennen oder bei speziellen Trainings wie Geländefahrten mit LKW.
Die Zahlen unterstreichen das außergewöhnliche Engagement im Ortsverband. Aktuell zählt das THW in Rottweil 55 aktive Helferinnen und Helfer sowie 34 Mitglieder in der Jugendgruppe. Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 17.965 Dienststunden geleistet. Damit liegt der Ortsverband mit durchschnittlich 308 Stunden pro aktivem Helfer deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Über die vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg zeigt sich insgesamt ein klarer Aufwärtstrend beim ehrenamtlichen Engagement.
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen verdienter Helfer. Für ihre Auslandseinsätze erhielten David Schon für einen Einsatz in Jordanien sowie Niels-Krischan Köhncke für einen Einsatz in Rumänien das Einsatzzeichen des THW für humanitäre Hilfe im Ausland.
Für langjährige und herausragende Verdienste im Ortsverband wurden weitere Helfer
ausgezeichnet: Marc Ackermann erhielt das Helferzeichen in Gold. Bastian Stieren
wurde mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz geehrt. Bei diesen Auszeichnungen
handelt es sich um eine der höchsten organisationsinternen Würdigungen im THW.
Eine besondere Anerkennung erhielt zudem der Landrat des Landkreises Rottweil, Dr.
Wolf Rüdiger Michel, dem die Ehrenplakette des Technischen Hilfswerks verliehen
wurde. Diese Ehrung gilt dem unermüdlichen Einsatz des Landrats für das THW und der Zusammenarbeit der letzten Jahre.
Auch die THW-Jugend bleibt eine wichtige Säule des Ortsverbands. Derzeit engagieren sich 34 Junghelferinnen und Junghelfer, die im vergangenen Jahr über 3700 Stunden leisteten. Neben Ausbildung und Übungen standen zahlreiche gemeinsame Aktionen auf dem Programm, darunter Ausflüge und Zeltlager, das Kinderferienprogramm sowie die Teilnahme an der Jugendolympiade in Schramberg.
Mit Blick auf die kommenden Jahre bereitet sich das THW bundesweit verstärkt auf neue Herausforderungen im Bevölkerungsschutz vor. Unter dem Stichwort „Zivilschutz 2030“ sollen unter anderem die Autarkie der Liegenschaften gestärkt, die Ausbildung im Bereich CBRN-Gefahren intensiviert und die Digitalisierung im Einsatz weiter vorangetrieben werden.
Zum Abschluss der Versammlung richteten mehrere Gäste aus Politik und Gesellschaft ihre Grußworte an die Anwesenden. Dabei würdigten Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, der Landtagsabgeordnete Daniel Karrais, Hermann Breucha als ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters Dr. Christian Ruf, Zimmerns Bürgermeisterin Carmen Merz sowie der Vorsitzende der Helfervereinigung des Ortsverbands, Nico Schaber, das außergewöhnliche Engagement der Helferinnen und Helfer und betonten die große Bedeutung des THW für den Bevölkerungsschutz in der Region.