Ehemalige Pizzeria Dolomiti: Noch viele Container mit Bauschutt werden die Bauarbeiter zu füllen haben. Fotos:him

Im März 2013 ist der Gast­raum der Piz­ze­ria „Dolo­mi­ti“ an der Obern­dor­fer Stra­ße aus­ge­brannt. Seit­her bie­tet der Bau am Ein­gang der Stadt kei­nen schö­nen Anblick. Doch nun soll es mit Sanie­rung und Wie­der­auf­bau vor­an gehen.

Der Est­rich in allen Räu­men wird erneu­ert.

Ich kann ver­ste­hen, dass die Leu­te unge­dul­dig wer­den“, sagt  Inves­tor Jür­gen Fluck. Er hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr mit den Sanie­rungs­ar­bei­ten begon­nen und im März 2018 in der NRWZ ange­kün­digt, sechs preis­güns­ti­ge Woh­nun­gen und mög­li­cher­wei­se eine Gast­stät­te im Erd­ge­schoss schaf­fen zu wol­len. Doch seit­her gab es – zumin­dest von außen erkenn­bar – wenig Fort­schrit­te. „Es gab noch Pro­ble­me mit den Eigen­tums­ver­hält­nis­sen und der Finan­zie­rung“, erläu­tert Fluck. Das sei nun seit weni­gen Tagen geklärt, und er kön­ne allein agie­ren.

Rückbau im Inneren

Im Haus rat­tert eine Schlag­bohr­ma­schi­ne, ein Arbei­ter spitzt müh­sam den alten Est­rich in einem der Räu­me weg. „Wir machen die kom­plet­ten Böden neu, einen ‚Rück­bau bis zur Kern­sub­stanz‘“, sagt Fluck, der in Donau­eschin­gen eine Immo­bi­li­en­fir­ma betreibt und sich auf die Sanie­rung schwie­ri­ger Objek­te spe­zia­li­siert hat.

Das schö­ne Trep­pen­haus wür­de Fluck ger­ne erhal­ten, wenn es der Brand­schutz zulässt. Fotos: him

Teil­wei­se muss auch an der Sub­stanz geschafft wer­den. Mor­sche Bal­ken zeu­gen von Feuch­tig­keit, die in die Wän­de gelangt ist. Klar, dass auch sämt­li­che Strom-, Was­ser- und Abwas­ser­lei­tun­gen erneu­ert wer­den.  Neben einer ener­ge­ti­schen Sanie­rung möch­te Fluck das Haus unter ande­rem mit neu­en Fens­tern auch schall­schutz­tech­nisch auf­wer­ten.

Eini­ge Bal­ken sind ver­fault…
…und die Decke über dem Gast­raum muss teil­wei­se ersetzt wer­den.

Weil es  in der Gas­tro­no­mie schwer sei, einen zuver­läs­si­gen und lang­fris­ti­gen Päch­ter zu fin­den, denkt Fluck inzwi­schen dar­an, eine Art Pen­si­on gar­ni im Erd­ge­schoss und ers­ten Ober­ge­schoss ein­zu­rich­ten. „Für Mon­teu­re oder Gäs­te mit nicht so dickem Geld­beu­tel.“ Die Betrei­ber könn­ten in einer der Woh­nun­gen im Haus leben, so sei­ne Idee.

Im Gespräch mit der Stadt

Die übri­gen Woh­nun­gen möch­te er ver­kau­fen, könn­te sie aber auch ver­mie­ten. Bei den Prei­sen wür­de er „deut­lich güns­ti­ger“ als bei Neu­bau­pro­jek­ten lie­gen, ist Fluck über­zeugt. Bei sei­nen Plä­nen erhofft sich Fluck auch Unter­stüt­zung von sei­ten der Stadt. Am 21. Febru­ar  ist ein Ter­min mit Wirt­schafts­för­de­rer Man­fred Jung­beck ver­ein­bart. Auch zu Fach­be­reichs­lei­ter Uwe Weis­ser hat Fluk schon Kon­takt auf­ge­nom­men, um über För­der­mög­lich­kei­ten zu spre­chen. Doch bis die ers­ten Bewoh­ner ins „Dolo­mi­ti neu“ ein­zie­hen wird noch eine Wei­le ver­ge­hen: „Die­ses Jahr brau­chen wir fürs Umbau­en.“

Neue Fens­ter sol­len Schall­schutz bie­ten.

Info: Wer sei­ne Idee mit einer Pen­si­on gut fin­det und mit­ma­chen möch­te, soll sich direkt an Jür­gen Fluck wen­den. Fest­netz 0771 8326860,  mobil 0171 8326866