Schramberg. Kurz vor den Sommerferien wird das Gymnasium Schramberg für einige Tage zum eigenen Staat: Im Projekt „Schule als Staat“ verwandeln Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften die Schule in ein politisches und wirtschaftliches Versuchslabor.
Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren, teilt die Stadt Schramberg mit. Der Schulstaat verfügt inzwischen über eine eigene Verfassung. Vor den Fasnetsferien fand eine Parlamentswahl statt, bei der sechs Parteien antraten und um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler warben. Alle überwanden die Fünf-Prozent-Hürde und sind damit im Parlament vertreten.
Als stärkste Kraft ging das Bündnis „Fair Future“ hervor, das 30 Prozent der Stimmen erhielt. Die Partei setzt sich unter anderem für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit ein und fordert die Einführung eines fairen Mindestlohns.
In dieser Woche stehen weitere zentrale Schritte an: Gemäß Verfassung wird ein „Königstandem“ ausgelost, das die Spitze des jungen Staates bildet. Die Schulgemeinschaft hat sich zudem für „Doblerone“ als Namen für die Währung entschieden. Humor bewies sie bereits bei der Wahl des Staatsnamens: Mit deutlicher Mehrheit fiel die Entscheidung auf die „deckenfreie Republik Bernecktal“.
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