Gleich mehrere Fälle von Trunkenheit im Straßenverkehr haben Polizei und Zeugen im Kreis Rottweil in den vergangenen Tagen beschäftigt. Besonders auffällig: Mehrere Fahrer waren mit teils extrem hohen Alkoholwerten unterwegs – in einem Fall mit rund 3,5 Promille.
Binnen weniger Tage hat die Polizei im Kreis Rottweil mehrere alkoholisierte Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen. Die Vorfälle ereigneten sich in Rottweil, Wellendingen, Schramberg, Dunningen und Oberndorf. In mehreren Fällen waren es aufmerksame Zeugen, die durch Hinweise womöglich Schlimmeres verhinderten.
Den höchsten gemessenen Wert registrierten Beamte am Montagabend in Oberndorf. Dort war ein 62-jähriger VW-Fahrer gegen 19.15 Uhr in der Straße „Im Rankäcker“ durch seine auffällige Fahrweise aufgefallen. Nach Angaben der Polizei fuhr der Mann schließlich in ein Gartengrundstück und wollte sich anschließend zu Fuß von der Unfallstelle entfernen. Ein Atemalkoholtest ergab laut Polizei rund 3,5 Promille. Der Mann musste eine Blutprobe abgeben, sein Führerschein wurde sichergestellt. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei rund 8.000 Euro. Gegen ihn wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.
Bereits wenige Tage zuvor hatte die Polizei in Rottweil innerhalb kurzer Zeit zwei mutmaßlich betrunkene Autofahrer gestoppt. Verkehrsteilnehmer hatten unabhängig voneinander zwei Fahrzeuge gemeldet, die auf der Bundesstraße 14 in Schlangenlinien unterwegs gewesen sein sollen. Bei den anschließenden Kontrollen stellten die Beamten bei einem 46-jährigen Skoda-Fahrer etwa 2 Promille, bei einem 45-jährigen Opel-Fahrer sogar rund 3,2 Promille fest. Beide mussten ihre Führerscheine abgeben und sich einer Blutentnahme unterziehen.
Auch im Bereich Schramberg und Dunningen wurden zwei alkoholisierte Fahrer kontrolliert. In Dunningen stoppten Beamte einen 44-jährigen VW-Fahrer mit etwa 1,6 Promille. In Schramberg fiel ein 65-jähriger Mofa-Fahrer bei einer Kontrolle mit rund 1,7 Promille auf. In beiden Fällen leitete die Polizei Strafverfahren ein.
In Wellendingen meldete ein Zeuge am Montagabend einen Ford, der auf der Landesstraße 434 zwischen Schömberg und Wellendingen in Schlangenlinien unterwegs gewesen sein soll. Die Polizei traf den mutmaßlichen 37-jährigen Fahrer später an seiner Wohnanschrift an. Ein Atemalkoholtest ergab etwa 2,7 Promille.
Die Häufung solcher Fälle binnen kurzer Zeit zeigt, wie groß das Risiko durch Alkoholfahrten weiterhin ist. Bereits deutlich geringere Alkoholmengen können Reaktionsvermögen, Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Bei den nun bekannt gewordenen Werten sprechen die Zahlen für eine massive Fahruntüchtigkeit.