Wohnmobilstellplätze „fürn Appel unn Ei“

Niemand hat 680.000 Euro übrig

Autor / Quelle: Martin Himmelheber (him)
Lesezeit 2 Min.
Der neue Vorschlag der Ortsverwaltung. Foto/Grafik: Stadt schramberg

Kleinere Brötchen backen muss die Stadt Schramberg in den kommenden Jahren. Die Gewerbesteuereinnahmen sind zusammengeschnurrt, gleichzeitig stehen große Projekte wie die Sanierung des Gymnasiums, der Bau des Schulcampus oder der neuen Sport_ und Festhalle in Tennenbronn auf dem Plan. Da passen Ausgaben von 680.000 Euro für einen Wohnmobilstellplatz nicht mehr ins Bild

Schramberg-Tennenbronn. Eigentlich hatten Ortschaftsrat und Schramberger Gemeinderat zwar beschlossen, die ehemaligen Tennisplätze beim Ferienpark für das Anlegen von Wohnmobilstellplätzen vorzusehen, wie Ortsvorsteher Manfred Moosmann in einer Vorlage für den Ortschaftsrat schreibt. „Die aktuell geschätzten Kosten für die Umsetzung dieses Projekts belaufen sich auf rund 680.000 Euro“, heißt es weiter. Man hätte das Ziel gehabt, einen Investor zu finden, der den Wohnmobilstellplatz anlegen und anschließend betreiben sollte.

Kein Investor in Sicht

Angesichts der hohen Investitionskosten sei „eine wirtschaftliche Umsetzung derzeit nicht absehbar“, so Moosmann. Ein Interessent habe sich bereits zurückgezogen. Angesichts der aktuellen Haushaltslage sei „nicht davon auszugehen, dass die Stadt diese Planung kurzfristig umsetzt“.

Die Tennisplätze beim Ferienpark im Jahr 2018. Archiv-Foto: him

Der Ortsvorsteher schlägt als Übergangslösung vor, „den unbefestigten Parkplatz oberhalb des Gästetreffs als Wohnmobilstellplatz auszuweisen“. So ließe sich der Bedarf nach einem Wohnmobilstellplatz auch befriedigen. Auf dem Parkplatz könnten ohne weitere bauliche Investitionen vier Stellplätze ausgewiesen werden. Allerdings seien sie nur für Übernachten gedacht und würden weder mit Stromanschlüssen noch mit Ver- oder Entsorgungsanlagen ausgestattet.

Die Abteilung Stadtmarketing und Tourismus finde diese Lösung sinnvoll. Auch die Stadtplanung und die Baurechtsbehörde hätten keine Bedenken geäußert, so Moosmann.

Ein paar Schilder tun es auch

Wenn der Ortschaftsrat a, 13. Januar zustimmt. soll die Verwaltung, den unbefestigten Parkplatz oberhalb des Gästetreffs mit vier Wohnmobilstellplätzen ausweisen. Der Eigenbetrieb Wirtschaftsförderung mit seiner Abteilung Stadtmarketing und Tourismus soll den künftigen Stellplatz in den einschlägigen Foren bekannt machen, damit die Wohnmobilisten ihn auch finden.

Die Kosten beziffert Moosmann mit „ca. 300 Euro für die erforderliche Beschilderung“. Die zahle die Wirtschaftsförderung.

Archiv-Foto: him

Wenn es doch nur immer so einfach ginge.

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