Gäubahn: Neun Oberbürgermeister erhöhen den Druck auf Bahn und Land
Die Forderung aus Rottweil erhält nun Unterstützung entlang der gesamten Strecke: Neun Oberbürgermeister von Böblingen bis Konstanz verlangen...
WeiterlesenStreckenverlauf, Bahnhöfe in Horb, Oberndorf, Rottweil und Spaichingen, der Streit um die Anbindung an Stuttgart – und alle aktuellen NRWZ-Berichte zur Gäubahn zwischen Stuttgart, Singen und Zürich.
Das Wichtigste
Die Gäubahn verbindet Stuttgart über Böblingen, Herrenberg, Horb am Neckar, Oberndorf am Neckar, Rottweil, Spaichingen, Tuttlingen und Singen mit der Schweizer Grenze und weiter mit Zürich. Ihren Namen verdankt sie den fruchtbaren Gäulandschaften, durch die ein Teil der Strecke führt – vor allem dem Korngäu zwischen Stuttgart und Horb.
Für den Landkreis Rottweil ist sie die wichtigste Schienenverbindung überhaupt: direkte Anbindung an Stuttgart, Verbindung Richtung Bodensee und Schweiz, zentrale Pendlerstrecke – und der Anschluss der Städte Horb, Oberndorf, Rottweil und Spaichingen an den Fern- und Regionalverkehr. Fahrplanänderungen und Bauarbeiten auf der Gäubahn wirken sich deshalb fast immer unmittelbar auf Pendler und Reisende in der Region aus.

NRWZ-Berichte
Politik, Bauarbeiten, Fahrplan und Proteste: Was die NRWZ zuletzt über die Gäubahn berichtet hat.
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WeiterlesenStrecke
Die Gäubahn ist Fernverkehrsstrecke und Pendlerachse zugleich. Zwischen Horb und Tuttlingen ist sie über weite Abschnitte nur eingleisig – einer der Gründe, warum in der Region seit Jahren der zweigleisige Ausbau gefordert wird.
Rot markiert: die Halte im NRWZ-Verbreitungsgebiet. Nicht alle Züge halten überall – Fernverkehrshalte und Regionalhalte unterscheiden sich.
Chronologie
Die wichtigsten Etappen einer Strecke, die seit über 150 Jahren den Südwesten mit der Schweiz verbindet.
Die Strecke entsteht abschnittsweise. Baden und Württemberg bauen zunächst getrennte Teilstücke, die nach und nach zur durchgehenden Verbindung Stuttgart–Singen zusammenwachsen.
Elektrifizierung in Etappen: zuerst Stuttgart–Böblingen, dann Böblingen–Horb, zuletzt der südliche Abschnitt Horb–Singen.
Die Gäubahn wird zur internationalen Fernverkehrsachse Stuttgart–Zürich ausgebaut und zugleich zur Dauerbaustelle: Ausbaupläne, Verzögerungen und Streckensperrungen prägen die Debatte.
Mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Gäubahn künftig an den Stuttgarter Hauptbahnhof angebunden wird. Bürgerinitiativen, Kommunen und Verbände formieren sich.
Die geplante Kappung der Gäubahn vom Stuttgarter Hauptbahnhof wird mehrfach verschoben, Gerichte befassen sich mit dem Verfahren, die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 rutscht weiter nach hinten. Oberbürgermeister entlang der Strecke erhöhen gemeinsam den Druck.
Der Konflikt
Im Zentrum steht das Bahnprojekt Stuttgart 21. Durch den Umbau des Stuttgarter Bahnknotens soll die Gäubahn zeitweise nicht mehr bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof durchfahren. Reisende müssten stattdessen vorher umsteigen – im Gespräch war zuletzt ein Halt in Stuttgart-Vaihingen mit Umstieg auf die S-Bahn.
Bund, Land, Kommunen und Verbände streiten seit Jahren darüber, wie lange eine solche Unterbrechung dauern darf und welche Übergangslösungen zumutbar sind. Langfristig soll die Gäubahn über den geplanten Pfaffensteigtunnel wieder direkt an den Stuttgarter Hauptbahnhof angebunden werden.

Begriffe
FAQ
Der Name leitet sich von den fruchtbaren Gäulandschaften ab, durch die ein Teil der Strecke verläuft – insbesondere vom Korngäu zwischen Stuttgart und Horb.
Für Leserinnen und Leser der NRWZ sind vor allem Horb, Oberndorf am Neckar, Rottweil und Spaichingen relevant. Von dort bestehen Verbindungen nach Stuttgart sowie in Richtung Singen und Zürich.
Gemeint ist, dass die Gäubahn wegen der Bauarbeiten für Stuttgart 21 zeitweise nicht mehr bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof durchfährt. Reisende müssten vorher umsteigen. Wann und wie lange das gelten soll, ist seit Jahren politisch und juristisch umstritten.
Ein geplanter rund elf Kilometer langer Eisenbahntunnel, der die Gäubahn künftig über den Fernbahnhof am Stuttgarter Flughafen an den neuen Tiefbahnhof anbinden soll. Zeitplan, Kosten und Nutzen sind Gegenstand der Debatte; Alternativen wie ein zweigleisiger Ausbau der Bestandsstrecke werden diskutiert.
Ja. Die Fernverkehrsachse führt von Stuttgart über Singen und Schaffhausen weiter nach Zürich. Rottweil ist dabei einer der Halte im Fernverkehr.
Bauarbeiten und Streckensperrungen begleitet die NRWZ laufend redaktionell. Eine Übersicht aller Berichte gibt es unter nrwz.de/thema/gaeubahn. Verbindliche Auskünfte liefern die Fahrplanauskunft der Bahn und bwegt.
Stand dieser Themenseite: August 2026. Zeitpläne rund um Stuttgart 21, die Anbindung der Gäubahn und den Pfaffensteigtunnel ändern sich laufend. Die jeweils aktuelle Lage steht in den oben verlinkten NRWZ-Berichten.
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