Nach ihrem herausragenden sechsten Platz im Sprint von Oberhof wollte die Lauterbacher Biathletin Janina Hettich-Walz auch mit der deutschen Damen-Staffel beim Heim-Wettkampf glänzen. Erklärtes Ziel der vier Biathletinnen war es im Kampf um die Podestplätze mitzumischen, was letztlich auch gelang.
Die für Vanessa Voigt ins Team gerückte Selina Grotian zeigte nach ihrer krankheitsbedingten Pause läuferisch eine sehr gute Leistung. Allerdings musste sie nach dem Stehendschießen in die Strafrunde, sodass sie viele Plätze einbüßte. Den Rückstand, auf Rang zehn liegend, konnte sie jedoch mit 38 Sekunden in Grenzen halten.
Gewohnt laufstark präsentierte sich Julia Tannheimer. Am Schießstand musste sie zwar fünf Nachlader hinnehmen, konnte die deutsche Staffel jedoch trotzdem auf den fünften Zwischenrang nach vorne bringen. Der Rückstand auf die französische Staffel aber wuchs auf 1:17 Minute an.
Janina Hettich-Walz begann sehr couragiert und distanzierte die dicht hinter ihr liegenden Nationen. Nach lediglich einem Nachlader beim Liegendschießen verkürzte sie den Abstand zu den vor ihr liegenden Staffeln deutlich. Auch das Stehendschießen meisterte sie bei nicht ganz einfachen Bedingungen mit einem Nachlader glänzend. Damit brachte Janina Hettich-Walz die deutsche Staffel auf den zweiten Zwischenrang (+ 1:30 Minute). Den verteidigte sie bis ins Ziel vor Norwegen.
Hervorragende Verfassung
Die zweitbeste Zeit aller Biathletinnen auf der dritten Staffelposition nur knapp hinter der überragenden Französin Justine Braisaz-Bouchet verdeutlichten ihre hervorragende Verfassung.
Ein heißes Duell um die Plätze zwei und drei entwickelte sich auf der letzten Position zwischen Deutschland und Norwegen. Beim letzten Schießen lieferte Norwegen mit Maren Kirkeeide eine fehlerfreie „Schnellfeuereinlage“ ab, während Franziska Preuß alle drei Nachlader benötigte, sodass der zweite Platz nicht mehr zu erreichen war.
Mit dem dritten Rang konnte das deutsche Quartett jedoch insgesamt sehr zufrieden sein, wenngleich eine Strafrunde und insgesamt 13 Nachlader nicht den Wunschvorstellungen entsprachen. Zu berücksichtigen war jedoch, dass auch viele andere Nationen mit den nicht einfachen Bedingungen, insbesondere der Kälte, zu kämpfen hatten.
Janina Hettich-Walz konnte ein sehr gutes Resümee ihres Staffelrennens ziehen. Sie brachte das deutsche Team nicht nur auf Podestkurs. Sie war in der Einzelzeit auch beste deutsche Starterin. Den Vergleich mit den besten Biathletinnen brauchte sie ebenfalls nicht zu scheuen, war sie dort doch unter den Top 10 vertreten.


