Am verschneiten Samstagabend empfingen die Damen der SG Dunningen/Schramberg den HC Lustenau in der Kreissporthalle in Sulgen. Rund 100 Zuschauer verfolgten die Partie der Frauen-Landesliga, in der sich die Gäste aus Österreich letztlich deutlich durchsetzen.
Nach der klaren Hinspielniederlage war die Zielsetzung eindeutig: Das Tempospiel der Gäste sollte frühzeitig unterbunden werden. Entsprechend motiviert ging das Team von Trainer Tim Hirt in die Partie: „Ihr habt heute nichts zu verlieren. Setzt um, was wir in den letzten Einheiten trainiert haben – dann kommt der Erfolg.“
Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Nach Treffern von Maike King und Sophia Leopold führte die SG sogar kurzzeitig mit 2:1, ehe sich beim Stand von 3:3 das bekannte Problem zeigte: Lustenau nutzte defensive Abstimmungsfehler konsequent und setzte sich mit einem 6:0-Lauf auf 3:9 ab. Eine frühe Auszeit sollte Stabilität bringen, doch insbesondere die treffsichere Flora Kovacs – mit insgesamt zwölf Toren erfolgreichste Werferin der Partie – stellte die Abwehr der Gastgeberinnen immer wieder vor große Probleme.
Auch im Angriff leistete sich die SG zu viele technische Fehler, die von den Gästen konsequent in einfache Tore umgemünzt wurden. Dennoch gelang es, phasenweise dagegenzuhalten: Treffer von Marina Häsler und Jana Meyer sorgten dafür, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Zur Halbzeit stand ein 12:18 auf der Anzeigetafel.
In der Kabinenansprache wurden vor allem die Abstimmungsschwierigkeiten in der Defensive, fehlendes Aushelfen sowie die hohe Anzahl an Ballverlusten kritisiert. Für die zweite Hälfte nahm sich die Mannschaft vor, kompakter zu stehen und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.
Sophie Leopold trifft zuverlässig
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein ähnliches Bild. Zwar traf Sophia Leopold – mit 13 Toren, davon vier per Siebenmeter, beste Werferin der SG – weiterhin zuverlässig, doch die Gäste fanden immer wieder Lösungen gegen die Defensive der Gastgeberinnen.
Eine Schlüsselszene ereignete sich in der 43. Minute: Beim Stand von 20:26 spielte Lustenau in doppelter Unterzahl, blieb jedoch dennoch torgefährlich und konnte den Vorsprung behaupten. In der Folge bauten die Gäste ihre Führung kontinuierlich aus. Zwischen der 48. und 51. Minute sorgte ein weiterer Lauf für die Vorentscheidung, als sich Lustenau auf 24:34 absetzte.
Trotz kämpferischer Schlussphase – unter anderem durch Treffer von Alicia Szczesny, Klara Franke und Larissa Gökoglu – blieb der Abstand bestehen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Jennifer Reiter zum 27:37-Endstand.
Zusammenfassend zeigte die SG Dunningen/Schramberg erneut gute Ansätze und kam immer wieder zu einfachen Torerfolgen. Allerdings verhinderten zu viele individuelle Fehler und Abstimmungsprobleme ein engeres Ergebnis, da diese vom Gegner konsequent bestraft wurden.
Zum Abschluss der Saison steht am 18. April das Derby gegen den TV St. Georgen/Schw. an. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Kreissporthalle auf dem Sulgen.
SG Dunningen/Schramberg
Sophia Staiger (Tor), Jasmin Raddatz (Tor), Lia Ruess, Marina Häsler (2), Manuela Sprich, Jana Meyer (1), Alicia Szczesny (3), Maike King (2), Marie Lutz, Sophia Leopold (13/4), Klara Franke (1), Celine Preisig (3/2), Larissa Gökoglu (1), Josefine Franke, Kathrin Teubert (1).
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