AfD-Versammlung in Rottweil: Handzahm mit Verschwörungstheorien

AfD-Bürgerdialog zu Brexit und Dexit in Rottweil

ROTTWEIL – Absperrgitter entlang der Halle, zwei Dutzend Bereitschaftspolizisten und nochmal etliche Beamte vom Rottweiler Revier, ein weiteres Dutzend Security-Leute in dunklen Anzügen und mit Knopf im Ohr, die die Türen bewachten. Taschenkontrolle und Abtasten am Eingang. Die AfD-Landtagsfraktion hatte am Donnerstagabend nach Rottweil in die Stadthalle zu einem „BürgerDialog Baden-Württemberg zwischen Brexit und Dexit“ eingeladen.

Etwa 250 Besucher hatte einer der Podiumsteilnehmer gezählt, die AfD spricht selbst von 150,  gestuhlt war für etwa 400 Gäste. Wie an den Autokennzeichen abzulesen war, waren sie aus dem ganzen Land nach Rottweil gekommen. Von Ulm bis Karlsruhe, von Sigmaringen bis Baden-Baden, von Heilbronn, Stuttgart und Esslingen bis Konstanz. Natürlich auch Horb, Tuttlingen, VS. Die RW-Kennzeichen waren eindeutig in der Minderheit.

Flügelleute

Erleben wollten sie die Europaabgeordnete Christine Anderson, die allerdings wegen Krankheit absagen musste. Ihr Kollege Dr. Maximilian Krah war da, der Bundestagsabgeordnete Dr. Dirk Spaniel sowie aus dem Landtag die Abgeordneten Emil Sänze und Dr. Christina Baum. Ob‘s ein Zufall ist? Alle sind sie entweder Mitglieder im als Verdachtsfall vom Verfassungsschutz eingestuften rechtsextremistischen Flügel um Björn Höcke oder stehen diesem zumindest nahe.

Wer allerdings nun ein Spektakel erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Statt Bierzelt-Atmosphäre verbreiteten die drei Herren und eine Dame eher die Stimmung in einem volkswirtschaftlichen oder Politologen-Proseminar. „Die waren echt weichgespült“, befand ein Besucher, der aus Interesse an der politischen Debatte, nicht als AfD-Anhänger gekommen war.

Gespräch mit der Presse

Zunächst hatte die AfD die Presse vorab zu einem Pressegespräch geladen. Im „Garderoberaum 2“ saßen zwischen Kleiderhaken und Duschraum den vier AfD-Volksvertretern zwei Presseleute gegenüber: Armin Schulz vom Schwarzwälder Boten und der Autor. „Wir machen das relativ familiär“, meinte Sänze zum kleinen Kreis.

1 Kommentar

  1. Die Veranstaltung scheint gelungen gewesen zu sein.

    George Soros ist der Spekulant, der 1992 gegen das britische Pfund spekuliert hat und dem britischen Steuerzahler hohe Verluste verursacht hat. Er ist ein glühender Globalist und hat sich offen für die GRÜNEN ausgesprochen, die bedingungslos für die EU sind.

    Zu Greta Thunberg ist zu sagen, dass dieses Mädel nicht alleine mit den Klimastreiks angefangen hat. Hinter ihr stecken Firmen, die diese Bewegung finanzieren und Marketing-mässig pushen….

    Warum hat man gerade eine behindertes Mädchen genommen? Antwort: Man darf Greta nicht kritisieren. Sie ist ja behindert.

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