Offiziell gab es bis zu diesem Freitag noch keinen Kandidatennamen für die im September anstehende Wahl zum Oberbürgermeister in Rottweil. Ob der aktuell Zweite in der Hierarchie der Stadtverwaltung antritt, Bürgermeister Dr. Christian Ruf – unklar. Selbst engen Bekannten gegenüber hält er sich bedeckt heißt es. Nun aber eröffnet die AfD das Rennen. Mit einem ersten Namen.
Bei der turnusgemäßen Mitgliederversammlung des AfD-Kreisverbandes Rottweil-Tuttlingen in der Graf Gerold-Halle in Dietingen habe es neben den vielen Berichten auch die Vorstellung eines eigenen Kandidaten zur OB-Wahl in Rottweil gegeben. Das meldet der AfD-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Rottweil, Emil Sänze, an diesem Freitag. Mit 95 Prozent der Stimmen sprachen sich die Mitglieder demnach für ihren Kandidaten Joachim Bloch aus.
Bloch, der aus Tuttlingen-Möhringen, kommt, ist Rechtsanwalt. Früher gehörte er der SPD an, war Ortschaftsrat, trat dann aber aus der Partei aus. Die SPD lasse die Arbeitnehmer im Regen stehen, sagt er, und unterstütze Rechtsbrüche der Regierung wie etwa eine laut ihm illegale Grenzöffnung und unkontrollierte Einwanderung, die Haftung Deutschlands für europäische Schulden und die so wahrgenommene Entrechtung des Bundestags und Schwächung der Länderparlamente.
Bloch hatte zuletzt versucht, für die AfD in den Bundestag einzuziehen.
Bloch bedankte sich nach dem AfD-Votum in Dietingen nun für das Vertrauen und fühlt sich in seiner Entscheidung, als Oberbürgermeister zu kandidieren, bestärkt. „Neben diesem klaren Signal, dass sich die AfD auch auf kommunaler Ebene den Bürgern der Kreise Rottweil und Tuttlingen verpflichtet fühlt, wurden nicht nur der bevorstehende Bundes- und Landesparteitag besprochen, sondern – mit großer Sorge – auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region Tuttlingen und Rottweil betrachtet“, so Sänze in einer Pressemitteilung. Dabei habe der Ukraine/Russlandkonflikt großen Raum eingenommen.
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