Neuhausen ob Eck. Das Southside-Festival ist am Freitagabend wegen eines aufziehenden Unwetters vorübergehend unterbrochen worden. Das teilte das Polizeipräsidium Konstanz um 19.05 Uhr in seinem offiziellen Liveticker mit. Gegen 20 Uhr ergänzte die Polizei, das Infield und die Imbissmeile seien geräumt, die Fans sollen in ihren Autos ausharren. Später dann: Entwarnung, die Party kann erneut starten.
Update, 21.35 Uhr: Das Southside Festival wird nach der wetterbedingten Unterbrechung fortgesetzt. Wie das Polizeipräsidium Konstanz mitteilt, sind die Campingplätze seit 21.35 Uhr wieder geöffnet. Ab 21.45 Uhr soll auch das Infield wieder für die Besucher freigegeben werden. Das Festivalprogramm werde anschließend zeitnah fortgesetzt.
Zuvor war das Festivalgelände wegen eines aufziehenden Unwetters vorsorglich geräumt worden. Tausende Besucher hatten auf Anweisung von Polizei und Veranstalter Schutz in Fahrzeugen gesucht. Nachdem sich die Wetterlage inzwischen entspannt hat, können die Festivalgäste nun auf das Gelände zurückkehren. Polizei und Veranstalter bedankten sich ausdrücklich bei den Besuchern für ihr besonnenes Verhalten und die gute Zusammenarbeit während der Unterbrechung.
Ursprüngliche Meldung, Stand 20 Uhr: “Bitte verbleibt weiterhin in euren Fahrzeugen, bis es eine neue Information gibt.” Darum bittet das Polizeipräsidium die Besucherinnen und Besucher des Festivals gegen 20 Uhr an diesem Freirag. Es sei nun nicht angesagt, mit dem Auto die Heimreise anzutreten, “sondern zunächst geschützt in den Fahrzeugen zu bleiben, bis weitere Hinweise folgen”, heißt es weiter. Das Infield und die Imbissmeile seien vollständig geräumt.
Zuvor hatte der Veranstalter laut Polizei vor Starkregen, Gewittern und Sturmböen gewarnt. Festivalbesucher wurden aufgefordert, ihre Zelte zu sichern und lose Gegenstände zu verstauen. Wenig später folgte die Anweisung, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Polizei sollten sich die Besucher in ihre Fahrzeuge begeben, da diese derzeit als sicherster Aufenthaltsort gelten. Wer über freie Plätze verfüge, werde gebeten, die Warnblinkanlage einzuschalten, damit Personen ohne eigenes Fahrzeug dort Schutz finden können.
Noch um 18.40 Uhr hatte die Polizei mitgeteilt, dass zwar dunkle Wolken rund um das Festivalgelände sichtbar seien, sich aber zunächst nicht abgezeichnet habe, dass diese unmittelbar auf das Gelände ziehen würden. Die Wetterlage habe sich anschließend jedoch verschärft.
Für die Region waren bereits zuvor kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und lokal auch Hagel vorhergesagt worden. Das Southside-Festival auf dem Flugplatz Neuhausen ob Eck zählt mit rund 60.000 Besucherinnen und Besuchern zu den größten Musikfestivals Deutschlands.
Wie lange die Unterbrechung andauern wird und wann das Programm fortgesetzt werden kann, war zunächst unklar. Polizei und Veranstalter wollen fortlaufend über die weitere Entwicklung informieren.
Die Entscheidung zur Unterbrechung dürfte auch mit einer inzwischen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zusammenhängen. Für Neuhausen ob Eck gilt seit 19.22 Uhr eine Warnung vor einem schweren Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Der DWD rechnet bis 20 Uhr mit Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde, Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Größe sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern.
Die Meteorologen warnen vor erheblicher Gefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume, herabfallende Gegenstände und rasche Überflutungen. Besonders bei Großveranstaltungen im Freien können solche Wetterlagen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Der DWD empfiehlt, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden und geschützte Bereiche aufzusuchen. Zudem sollten Zelte und andere lose Gegenstände gesichert werden. Vor diesem Hintergrund erscheint die vorsorgliche Räumung des Festivalgeländes beziehungsweise die Aufforderung, Schutz in Fahrzeugen zu suchen, als konsequente Sicherheitsmaßnahme.
















































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