Neuhausen ob Eck. Das Southside-Festival ist am Freitagabend wegen eines aufziehenden Unwetters vorübergehend unterbrochen worden. Das teilte das Polizeipräsidium Konstanz um 19.05 Uhr in seinem offiziellen Liveticker mit. Unsere Fotografin hat Bilder geschickt und bestätigt: „Momentan geht gar nichts mehr.“
Zuvor hatte der Veranstalter laut Polizei vor Starkregen, Gewittern und Sturmböen gewarnt. Festivalbesucher wurden aufgefordert, ihre Zelte zu sichern und lose Gegenstände zu verstauen. Wenig später folgte die Anweisung, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Polizei sollen sich die Besucher nun in ihre Fahrzeuge begeben, da diese derzeit als sicherster Aufenthaltsort gelten. Wer über freie Plätze verfüge, werde gebeten, die Warnblinkanlage einzuschalten, damit Personen ohne eigenes Fahrzeug dort Schutz finden können.
Noch um 18.40 Uhr hatte die Polizei mitgeteilt, dass zwar dunkle Wolken rund um das Festivalgelände sichtbar seien, sich aber zunächst nicht abgezeichnet habe, dass diese unmittelbar auf das Gelände ziehen würden. Die Wetterlage habe sich anschließend jedoch verschärft.
Für die Region waren bereits zuvor kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und lokal auch Hagel vorhergesagt worden. Das Southside-Festival auf dem Flugplatz Neuhausen ob Eck zählt mit rund 60.000 Besucherinnen und Besuchern zu den größten Musikfestivals Deutschlands.
Wie lange die Unterbrechung andauern wird und wann das Programm fortgesetzt werden kann, war zunächst unklar. Polizei und Veranstalter wollen fortlaufend über die weitere Entwicklung informieren.
Die Entscheidung zur Unterbrechung dürfte auch mit einer inzwischen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zusammenhängen. Für Neuhausen ob Eck gilt seit 19.22 Uhr eine Warnung vor einem schweren Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Der DWD rechnet bis 20 Uhr mit Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde, Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Größe sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern.
Die Meteorologen warnen vor erheblicher Gefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume, herabfallende Gegenstände und rasche Überflutungen. Besonders bei Großveranstaltungen im Freien können solche Wetterlagen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Der DWD empfiehlt, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden und geschützte Bereiche aufzusuchen. Zudem sollten Zelte und andere lose Gegenstände gesichert werden. Vor diesem Hintergrund erscheint die vorsorgliche Räumung des Festivalgeländes beziehungsweise die Aufforderung, Schutz in Fahrzeugen zu suchen, als konsequente Sicherheitsmaßnahme.
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