Schiltach. In der 3500-Einwohner-Stadt Schiltach im Kreis Rottweil ist ein queerer Jugendtreff entstanden. Gegründet hat ihn Jonas Urbat, der nach eigenen Angaben nach 15 Jahren des Studierens und Reisens in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist. Der Treff soll queeren Jugendlichen einen sicheren Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten.
Das Projekt wird vom Verein Neuland gewinnen und der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus im Rahmen des Programms „Neulandsucher Ost-West“ unterstützt. Die Förderung beträgt 50.000 Euro. Das Programm richtet sich an engagierte Menschen, die in Dörfern und Kleinstädten Teilhabe und demokratisches Miteinander fördern.

Das Team des Jugendtreffs umfasst mittlerweile drei Verantwortliche. Die wöchentlichen Treffen finden bereits statt. Für die Zukunft sind laut Pressemitteilung Ausflüge, Workshops, Musikproduktion sowie ein Sommerfestival für Queere, Allies und Interessierte geplant.
Jonas Urbat wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert, er habe sich vorgenommen, „einen Raum zu schaffen, in dem Verletzlichkeit als eine Einladung verstanden wird, sich zu unterstützen und eben nicht sich anzugreifen, wie es leider in Schulen Alltag ist.“ Ziel sei es zudem, so Urbat weiter, dass Menschen verstehen lernen, „was Marginalisierung und Diskriminierung bedeutet, um es in relevanten Momenten erkennen und eingreifen zu können.“
Weitere Informationen zum Projekt sind unter neulandgewinner.de/projektuebersicht abrufbar.


