Die Kosten für den Neubau einer Sport und Festhalle in Tennenbronn drohen völlig aus dem Ruder zu laufen. Von Anfangs etwa fünf Millionen Euro sind die Planer vor der Ausschreibung der ersten Gewerke schon bei gut sieben Millionen Euro gelandet. Doch nun droht ein Desaster. Inzwischen ist davon die Rede, dass die Halle mehr als 12 Millionen Euro kosten könnte. Und noch ist nicht einmal ein Spatenstich in Sicht.
Der Ortschaftsrat von Tennenbronn sollte am Dienstagabend darüber unterrichtet werden, war zu erfahren. Für Donnerstag war dann ein „Sachstandsbericht zur Kostenentwicklung Sport- und Festhalle Tennenbronn“ im Verwaltunsausschuss des Gemeinderats angekündigt. Dieser Tagesordnungspunkt werde am 14. Juli beraten, teilt die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mit.
Die Kostensteigerungen sollen unter anderem von den Preissteigerungen im Baubereich herrühren. Diese waren nach Ausbruch des Ukraine-Krieges weiter in die Höhe geklettert.
„Der für diese Woche im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates angesetzte Tagesordnungspunkt 2 ‚Kostenentwicklung Sport- und Festhalle Tennenbronn – Sachstandsbericht‘ muss um eine Woche verschoben werden. Der Bericht wird in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am 14. Juli 2022 im Großen Sitzungssaal im Rathaus beraten“, so die Stadt. Beginn der Sitzung sei ausnahmsweise erst um 19.30 Uhr.
Den Grund für den späteren Sitzungsbeginn hat Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr der NRWZ inzwischen mitgeteilt. Ab 18 Uhr werde erstmals der „Besondere Ausschuss Schulcampus“ öffentlich zusammentreten.
Welche Konsequenzen die Kostensteigerungen haben werden, ist unklar. Möglich wäre, dass der Rat den Neubau verschiebt. Eine andere Möglichkeit wäre, die Halle umzuplanen und weniger aufwändig zu gestalten, um Kosten zu sparen. beides wird in Tennenbronn auf heftige Kritik stoßen.
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