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Rottweil erhält einen Master-Studiengang

Die Gebäude des Schulungs- und Forschungszentrums in Rottweil. Foto: wede
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Lesezeit 2 Min.

Das Studien- und Forschungszentrum der Hochschule Furtwangen bietet ab dem kommenden Oktober in Rottweil einen Weiterbildungs-Masterstudiengang an. Dies berichtete deren Rektor, Professor Dr. Rolf Schofer, dem KSV-Ausschuss des Gemeinderats.

Rottweil – Für das Fach „Engineering and Business Management“ in der Schnittstelle zwischen Technik und Verwaltung werden in Rottweil 15 Studienplätze vorgehalten. Der Studiengang richtet sich an Bachelors mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung, die sich auf diese Weise weiterbilden wollen, berichtete Professor Dr. Wolf-Dietrich Schneider, Dekan der Fakultät Wirtschaft Produktionswirtschaft und Produktionslogistik der Hochschule (HFU). Das (bezahlte) Studium für sei auf vier Semester angelegt, die Unterrichtssprache sei Englisch. Die Thesis habe fünf Bestandteile, darunter drei technische.

Seit 2019 ist in Rottweil das Studien- und Forschungszentrum der HFU. „Diese Einrichtung im Neckartal hat eine gute Entwicklung gekommen“, lobte Schofer die Zusammenarbeit.

Die Hochschule sei gerade dabei, für den Studiengang einen größeren Raum im Neckartal anzumieten, berichtete Schofer. „Mit der Halle gibt es mehr Möglichkeiten“, stallte Professor Volker Bucher fest. Er berichtete, dass die Tuttlinger Medizintechnik-Firma KLS Martin eine Maschine gespendet habe, die vier Millionen Euro kostet. „Maschinen im Neuwert von 50 Millionen stehen da“, ergänzte er.

Ob sich Rottweil nun „Hochschulstandort“ nennen dürfe, fragte Ingeborg Gekle-Maier (Grüne). So dürfe sich ein Standort nur nennen, wenn da vom Parlament beschlossen worden sei, dämpfte Schofer die Erwartungen. Standorte der HFU seien Furtwangen, Schwenningen und Tuttlingen. Für Rottweil brauche es Geduld. Zuerst könne aus dem „Zentrum“ ein „Campus“ werden.

Auch andere Räte zeigten sich begeistert von der Ansiedlung des Studiengangs. Das sei das „große Anliegen“ des verstorbenen Bürgermeisters Werner Guhl gewesen, erinnerte Hermann Breucha (FWV). Und Hans-Peter Alf (CDU) konnte seine Begeisterung kaum bremsen. Klar, dass dann die Erhöhung des jährlichen Zuschusses an die HFU von 80.000 auf 95.000 Euro („Inflationszuschlag“, wie Prof. Schofer sagte) einstimmig beschlossen wurde.

Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
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