Auf die Hälfte ist die Zahl der Teilnehmer von der ersten auf die zweite Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Rottweil am Donnerstag gesunken. Die Veranstalter hatten unter dem Motto „EIN-STEHEN für die Grundrechte sowie für eine offene und freie selbstbestimmte Gesellschaft“ zum friedlichen Protest aufgerufen. Auf eine Kundgebung verzichten sie ausdrücklich.
Es war ein stiller und, wie von den Veranstaltern auch ausdrücklich gewünscht, friedlicher Protest. Die 80 Teilnehmer, so eine Schätzung eines der Veranstalter, reihten sich auf der vom Ordnungsamt vorgegebenen Strecke zwischen dem Kapellenturm und dem Paracelsushaus auf. Die Menschenreihe reichte damit diesmal bis auf die Hochbrücke. Die Zahl der Teilnehmer hatte der Veranstalter in der vergangenen Woche auf 160 geschätzt. Die Polizei nannte 140.
Die Polizei und das Ordnungsamt, mit sieben Kräften vor Ort und von weiteren Streifen aus dem Hintergrund unterstützt, hatten wenig zu tun. Allenfalls, wenn Demo-Teilnehmer gegen die Auflage verstießen, einen Mundschutz zu tragen, wurden sie von den Streifenbeamten und Ordnungsamtsmitarbeiterinnen um Nachbesserung gebeten. Der Ton untereinander war bestimmt, blieb aber freundlich.
Die Veranstalter hatten dazu aufgerufen, dass die Teilnehmer ihre Anliegen still und nur über Plakate, Zeichnungen oder Symbole kundtun. Der Protest richtete sich etwa gegen eine vorgebliche Impfpflicht – die es laut Veranstalter gegen Masern durchaus bereits gebe und die nun gegen das Coronavirus drohe. Manche Teilnehmer befürchten offenbar gar einen Impfzwang. Auch gegen den Unternehmer Bill Gates und für eine angeblich bedrohte Pressefreiheit sprachen sie sich aus.
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