Verzichtet der Rottweiler Eigenbetrieb Stadtbau auf den Bau von preisgünstigen Wohnungen auf der Spitalhöhe? Das ist zumindest nicht ausgeschlossen, deutete Betriebsleiter Erik Fiss bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans im Gemeinderat an.
Rottweil – Die Bebauung in der Basler Straße hatte die Stadtbau nicht in Angriff genommen, weil die Baupreise zu hoch waren (und sind), um die Wohnungen günstig vermieten zu können und dabei nicht drauflegen zu müssen (wir berichteten). Im Lauf dieses Quartals, so berichtete Fiss in seiner Ratsvorlage aus einer Klausurtagung des Gemeinderats, wolle er abwarten, ob sich bei der staatlichen Wohnraum-Förderung neue Möglichkeiten auftun. Danach kann der Gemeinderat weiter entscheiden, was weiter passiert – ein Vorschlag jedenfalls, der „auch eine Weitergabe des Grundstücks beinhalten kann“, wie es in der Vorlage heißt.
Die Stadtbau hat insgesamt 278 Wohneinheiten, davon sind 26 „formelle Sozialwohnungen“, wie Fiss dem Rat sagte. Von den 278 sind 196 vollständig energetisch modernisiert oder als Neubauten auf einem entsprechenden Energiestandard. Nach wie vor besteht großes Interesse an den Wohnungen: 98 Interessenten sind vorgemerkt, davon 20 aus der Ukraine. Und die Mieter zahlen ganz überwiegend: Gerade mal 5000 bis 7000 Euro sind es im Jahresdurchschnitt, berichtete Fiss – „einige wenige schwierige Einzelfälle“. Die durchschnittliche Miete der Stadtbau-Wohnungen bezifferte Fiss mit 6,53 Euro je Quadratmeter. Es gibt dabei nur wenig Fluktuation: Gerade 19 Mieterwechsel fanden im Berichtsjahr 2024 statt. Die ganze Arbeit in dem städtischen Betrieb wird von fünf Personen geleistet, die 3,7 Stellen belegen.
Hochwaldstraße
Eine bauliche und energetische Sanierung wird das Gebäude Hochwaldstraße 1 – 3 erfahren. Dafür sind im Wirtschaftsplan 1,9 Millionen Euro eingestellt. Das in den 60er-Jahren erstellte Haus enthält zwölf Wohnungen, darunter sechs mit drei und je drei mit zwei und vier Zimmern. Es ist bereits an das Nahwärmenetz angeschlossen. Unter anderem wird das Satteldach abgetragen – wegen des Brandschutzes können die darunter liegenden Räume ohnehin nicht genutzt werden, berichtete Fiss. Auf das Flachdach soll eine Fotovoltaik-Anlage kommen. Die Sanierung soll im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen.
Ruckgaberstraße
Die im Jahr 1952 erstellten Gebäude in der Ruckgaberstraße 16 bis 22 genügen laut Fiss immer weniger den aktuellen Anforderungen. Angedacht ist daher, ein benachbartes Grundstück zu kaufen, dort und auf dem bereits der Stadtbau gehörenden Grundstück ein zusätzliches Gebäude zu erstellen und dann die jetzt stehenden Gebäude zu ersetzen. Wegen der dafür notwendigen Änderung des Bebauungsplans ist ein Besprechungstermin mit dem Planungsamt anberaumt.
Der Wirtschaftsplan fand im Rat einmütige Zustimmung.
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