Beim sogenannten Auto-Gipfel der Europäischen Volkspartei (EVP) in Brüssel haben sich der Europaabgeordnete Andreas Schwab und der Vorstandsvorsitzende von MAHLE, Arnd Franz, über die künftige Regulierung von Fahrzeugemissionen und die Folgen für Industriestandorte ausgetauscht. Konkrete Ergebnisse wurden dabei nicht bekannt.
Diskussion über Zukunft der Automobilindustrie
Am Rande eines Treffens von Vertretern der europäischen Automobilindustrie und Europaabgeordneten in Brüssel sprach der CDU-Europaabgeordnete Andreas Schwab mit Mahle-Chef Arnd Franz über die geplanten europäischen Vorgaben für den CO₂-Ausstoß von Fahrzeugen.
Nach Angaben Schwabs müsse die europäische Gesetzgebung so ausgestaltet werden, dass industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Dabei verwies er insbesondere auf die Bedeutung von Automobilzulieferern für Regionen wie den Landkreis Rottweil.
Hintergrund der Debatte sind die laufenden Diskussionen innerhalb der Europäischen Union über die künftige Ausgestaltung der Klimaschutzvorgaben für den Verkehrssektor. Teile der Automobilindustrie fordern mehr sogenannte Technologieoffenheit, also die Möglichkeit, neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch andere Antriebstechnologien zu berücksichtigen.
Standort Rottweil im Blick
Schwab verwies bei dem Gespräch auf den Mahle-Standort in Rottweil, den er nach eigenen Angaben bereits mehrfach besucht hat. Dort beschäftigt das Unternehmen mehrere hundert Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren wurden in der Automobilzulieferbranche wiederholt Sorgen über den Strukturwandel und mögliche Arbeitsplatzverluste geäußert.
Laut der Mitteilung bezeichnete Mahle-Chef Arnd Franz den Standort Rottweil als einen der leistungsstärkeren Standorte des Konzerns. Weitere Angaben zu Investitionen, Beschäftigungszahlen oder konkreten Zukunftsplänen wurden nicht gemacht.
Abstimmung im Europäischen Parlament steht bevor
Andreas Schwab ist als Berichterstatter des Binnenmarktausschusses an Teilen der europäischen Gesetzgebung für den Automobilsektor beteiligt. Über entsprechende Regelungen könnte das Europäische Parlament nach derzeitiger Planung im Juli abstimmen.
Die Mitteilung enthält darüber hinaus keine konkreten Beschlüsse oder neuen politischen Initiativen. Im Mittelpunkt steht vor allem der Austausch über die Auswirkungen der europäischen Klimapolitik auf die Automobilindustrie und ihre Beschäftigten.
Mehr zum Thema: Mahle: Zum Standort Rottweil einsilbig wie immer
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