Schenkenzell/Rötenbach. Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Schiltach ist am Freitagabend der Fahrer eines Traktors lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers verstarb er schließlich an der Einsatzstelle – trotz aller Bemühungen der Retter. Eine weitere am Unfall beteiligte Person erlitt schwere Verletzungen. Der Unfall ereignete sich nach ersten Erkenntnissen im Bereich der Firma Vega. Beide Fahrzeuge sollen in gleicher Fahrtrichtung unterwegs gewesen sein.
Die Polizei hat den Hergang des Unfalls ermittelt und mitgeteilt. Demnach kam es auf der B 294 im Kirchbergtunnel zu dem folgeschweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Dabei fuhr ein 43-jähriger Franzose mit einem Traktor von Schramberg kommend durch den Kirchbergtunnel in Richtung Wolfach. Im Bereich der Tunnelausfahrt fuhr ein 30-jähriger Skodafahrer dem Traktor von hinten auf. Durch den wuchtigen Aufprall geriet der Traktor ins Schleudern und kippte auf die Seite. Der Traktorfahrer wurde hierbei aus dem Fahrzeug geschleudert, unter diesem eingeklemmt und schwer verletzt. Er war bei Eintreffen der Rettungskräfte bereits nicht mehr ansprechbar“, heißt es im Bericht der Polizei.
Nachdem der Traktorfahrer durch die Feuerwehr Schiltach befreit werden konnte, habe er reanimiert werden müssen. Die Reanimation verlief jedoch erfolglos, der Traktorfahrer erlag an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Beim Skodafahrer sei eine Alkoholbeeinflussung festgestellt worden, so die Polizei weiter, ein durchgeführter Alkoholtest habe einen Wert von rund 2 Promille ergeben. Der 30-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt und kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde sein Führerschein beschlagnahmt.
Für die Dauer der Unfallaufnahme sowie die Bergung der Unfallfahrzeuge und der Straßenreinigung blieb der Kirchbergtunnel bis zum frühen Samstagmorgen gesperrt. Zur Klärung des Unfallherganges wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Rottweil noch in der Nacht ein Gutachter hinzugezogen. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 60.000 Euro. Die Unfallermittlungen führt die Verkehrspolizei aus Zimmern ob Rottweil.
Nach Angaben von Danny Barowka, Sprecher der Kreisfeuerwehr Rottweil, kam der Traktor nach dem Aufprall des Pkws auf der Seite liegend zum Stillstand, das beteiligte Auto wurde bei dem Zusammenstoß massiv beschädigt. Es handelt sich um einen Skoda Fabia.
Vor Ort mussten Rettungskräfte eine Person notfallmedizinisch versorgen, berichtete der Feuerwehrsprecher in einer ersten Stellungnahme. Ein Rettungshubschrauber sei angefordert worden. Eine weitere verletzte Person wurde demnach ebenfalls vom Rettungsdienst behandelt.
Wie Barowka in der Nacht abschließend meldete, seien zunächst durch die herbeigeeilten Retter Reanimationsmaßnahmen eingeleitet worden. Diese “wurden eingestellt”, so der Sprecher. “Der Patient ist an der Einsatzstelle verstorben.”
Der offenbar von hinten mit enormer Wucht aufgeprallte Skoda schob den Traktor noch einige Meter vor sich her. Dessen Fahrer wurde herausgeschleudert und unter seinem Gefährt eingeklemmt und von ihm mitgerissen.
Um die Ersthelfer zu betreuen, waren nach Barowkas Angaben ja auch Ehrenamtliche der Psychosozialen Notfallversorgung vor Ort, die zum DRK gehört.






Die Freiwillige Feuerwehr Schiltach rückte mit einem umfangreichen Aufgebot aus und leitete die technische Hilfeleistung ein. Die Einsatzleitung hatte Daniel Sauter, Kommandant der Feuerwehr Schiltach. Die Leitung der technischen Rettung lag bei Michael Noth. Den Einsatz des Rettungsdienstes leitete der DRK-Mann Marcus Stotz. Als Stellvertreter des Kreisbrandmeisters war Markus Fehrenbacher vor Ort. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst war auch die Polizei an der Einsatzstelle, um die Ermittlungen zum Unfall zu übernehmen.
Hinweis: In einem ersten Bericht haben wir den Unfallort falsch angegeben. Der Fehler wurde inzwischen korrigiert.

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