Die Stadt Sulz am Neckar gehört zu 16 Kommunen und Landkreisen in Baden-Württemberg, die in der aktuellen Runde des Landesprogramms „Quartiersimpulse“ gefördert werden. Insgesamt stellt das Land rund 1,3 Millionen Euro bereit. In Sulz soll das Projekt „Drei Täler – Eine Gemeinschaft“ vor allem ältere Menschen stärker einbinden und Nachbarschaftshilfe ausbauen.
Sulz am Neckar bekommt Geld aus dem Landesprogramm „Quartiersimpulse“. Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg mitteilt, werden landesweit 16 Städte, Gemeinden und Landkreise mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro unterstützt. Die Projekte sollen das Zusammenleben vor Ort stärken, Nachbarschaften fördern und Antworten auf den demografischen Wandel geben.
In Sulz trägt das Vorhaben den Titel „Drei Täler – Eine Gemeinschaft“. Es richtet sich besonders an Menschen ab 60 Jahren. Sie sollen nicht nur Zielgruppe, sondern ausdrücklich aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter des Quartiers sein. Ihre Erfahrung und ihr Wissen sollen in das Projekt einfließen.
Geplant sind unter anderem offene Treffpunkte, Nachbarschaftshilfe, Patenschaften zwischen Jung und Alt sowie Angebote zur Pflegeprävention. Auch alleinlebende Menschen sollen gezielt angesprochen werden. Ziel ist es, Teilhabe zu ermöglichen und im Alltag mehr Unterstützung zu organisieren.
Ein weiterer Baustein ist die Verbindung von analogen und digitalen Angeboten. Denkbar sind nach Angaben zum Projekt digitale Plattformen wie Hilver oder PocketDorf, über die Hilfen, Mitfahrgelegenheiten oder Begleitdienste organisiert werden können. Zugleich soll der persönliche Kontakt im Mittelpunkt bleiben.
Das Projekt greift damit mehrere Themen auf, die viele Kommunen beschäftigen: Einsamkeit im Alter, Pflegebedarf, Mobilität, digitale Teilhabe und die Frage, wie Nachbarschaften wieder stärker aktiviert werden können. Auch der sensible Umgang mit Demenz wird als Bestandteil genannt.
Das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ Es unterstützt Kommunen und zivilgesellschaftliche Partner bei Projekten, die auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zugeschnitten sind. Gefördert werden Vorhaben in der Regel über zwei Jahre. Städte und Gemeinden können Zuschüsse von bis zu 85.000 Euro erhalten, kommunale Verbünde und Landkreise in Verbindung mit kreisangehörigen Kommunen bis zu 115.000 Euro.
Nach Angaben des Sozialministeriums soll die nächste Förderrunde im Oktober 2026 starten.
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