Thomas J. Engeser macht’s dramatisch: „Es ist ein Skandal“, schreibt der frühere Rottweiler Oberbürgermeister, „dass der Drogeriemarkt Müller immer noch nicht auf seine Parkgarage und die dortigen öffentlichen Parkplätze hinweist“. Nur mal langsam, kontert die Stadtverwaltung.
Fakt ist: „Die ebenerdigen Stellplätze zwischen Müllermarkt und Spital sowie die Tiefgaragenstellplätze können öffentlich genutzt werden. Ausgenommen sind diejenigen Stellplätze, die den zugehörigen Wohnungen zugeordnet sind.“ Das schreibt der städtische Pressesprecher auf Anfrage der NRWZ.
Aber wie sollen die Autofahrer, die in Rottweils Innenstadt wollen und wenn möglich an deren Rand parken sollten, das wissen? Eine Beschilderung gibt es bislang nicht (Stand heute Nachmittag). Übrigens auch nicht für Kunden des neuen Drogeriemarkts. Das nimmt Engeser zum Anlass für eine heftige Polemik: „…ich selbst habe vor mehr als zwei Wochen die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Beschilderung fehlt. Bis heute kein Hinweis und dies trotz einer angespannten Parksituation in diesem Bereich. Gibt es hier Sonderrechte? Und will man die Tiefgarage von Publikumsverkehr frei halten, obwohl zahlreiche öffentliche Stellplätze zum Betrieb des Müllermarktes ausgewiesen werden mussten?“
Antwort der Stadt: „Bei den Nutzungskonditionen ist vereinbart, dass sie sich an der städtischen Parkraumbewirtschaftung im Nägelesgraben orientieren… Wir sind noch im Gespräch mit dem Eigentümer, was einen Hinweis auf die Parkplätze anbelangt. Unabhängig davon sind wir aber sehr zuversichtlich, dass sich insbesondere bei den Kunden des Müllermarkts die neue Parkmöglichkeit auch so sehr schnell herumsprechen wird.“
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