Der Windpark Falkenhöhe an der Gemarkungsgrenze von Schramberg, Hornberg und Lauterbach im Mittleren Schwarzwald ist seit Mitte März 2026 komplett. Mit der Inbetriebnahme der vierten Windenergieanlage hat RES die drei bestehenden Anlagen ergänzt, die bereits seit 2021 für die Teckwerke Bürgerenergie eG Windstrom erzeugen. „Der Windpark erreicht eine neue Gesamtleistung von 16,8 Megawatt. Er kann jährlich rund 40.000 Megawattstunden Strom erzeugen – genug, um etwa 12.000 Haushalte rechnerisch mit Windstrom zu versorgen“, sagt Gerhard Kienzler, Geschäftsführer von RES.
Auch nach der Errichtung der Anlage gehen die Arbeiten vor Ort weiter. Während der Bauphase wurden zusätzliche Flächen für Kranstellplätze, Materiallager und Baustelleneinrichtung genutzt. Diese Bereiche baut RES nun schrittweise zurück und forstet die temporär genutzten Waldflächen nach Abschluss der Arbeiten wieder auf. Dauerhaft benötigt eine Windenergieanlage im Betrieb nur einen kleinen Bereich, etwa für Zuwegungen sowie Wartungs- und Serviceeinsätze. Pro Anlage sind das im Schnitt etwa 0,5 Hektar.
Windenergie in Bürgerhand
Betreiber der vierten Windenergieanlage ist wie auch bei den drei bestehenden Anlagen des Windparks Falkenhöhe die Teckwerke Bürgerenergie eG. „Mit der Fertigstellung der vierten Anlage ist der Windpark Falkenhöhe endlich vollständig. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie die Energiewende in Bürgerhand gelingen kann: Viele Menschen engagieren sich gemeinsam für saubere Energie, regionale Wertschöpfung und mehr Unabhängigkeit in der Stromversorgung“, sagt Olaf Essig, Vorstand der Teckwerke Bürgerenergie eG. Die Anlagen vermeiden damit jährlich rund 20.500 Tonnen Kohlendioxid.
Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen
Bereits beim Bau der bestehenden Windenergieanlagen hat RES umfangreiche Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Nistplattformen für Rotmilane sowie Rückzugsräume für Waldschnepfen und Fledermäuse. Aktuell ergänzt das Erneuerbare-Energien-Unternehmen noch einzelne Maßnahmen, etwa zum Schutz von Fledermäusen.
Bauphase dauerte rund ein Jahr
Die Bauarbeiten für die vierte Windenergieanlage haben im April 2025 mit Erdarbeiten und Kabeltiefbau begonnen. Nach der Fertigstellung des Fundaments im Juli folgte eine geplante mehrmonatige Baupause, bevor Anfang 2026 die Großkomponenten angeliefert und die Anlage errichtet wurden. Insgesamt dauerte die Bauphase rund ein Jahr.
„Unser Team hat bei diesem Projekt sehr gute Arbeit geleistet. Besonders anspruchsvoll war die Logistik“, sagt Gerhard Kienzler. Insgesamt neun Schwertransporte brachten die bis zu 67 Meter langen Rotorblätter sowie weitere Großkomponenten zur Baustelle. „Wir danken den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Verkehrsteilnehmenden für ihre Geduld während der Transportphase.“ Die Transporte haben überwiegend in den Abend- und Nachtstunden stattgefunden.











