Benachrichtigung

Studie zu Finanzen 2026: Hohe Lebenshaltungskosten belasten die Stimmung

Optimismus der Verbraucher mit Blick auf die Entwicklung ihrer finanziellen Situation verhalten. Junge Generation ist zuversichtlicher • Hohe Lebenshaltungskosten, Bildung von Rücklagen und Altersvorsorge bereiten den meisten Menschen Sorgen • Deutsche wollen weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben

Symbol-Bild: Shutterstock
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Seit 2023 blick­te die Be­völ­ke­rung in Deutsch­land von Jahr zu Jahr zu­ver­sicht­li­cher auf die ei­ge­nen Fi­nan­zen – doch die­ser Auf­wärts­trend bricht ak­tu­ell ab. Das ist das Ergebnis eines von der Postbank beauftragten Stimmungsbarometers.

Fast die Hälf­te der Be­völ­ke­rung (47 Pro­zent) er­war­tet zwar wei­ter­hin, dass sich ihre fi­nan­zi­el­le Si­tu­a­ti­on po­si­tiv ent­wi­ckeln wird – doch der Wert ver­harrt auf dem Ni­veau des Vor­jah­res (48 Pro­zent). Gleich­zei­tig sorgt sich die Be­völ­ke­rung ver­mehrt um ihre Aus­ga­ben. Häu­figs­ter Grund sind die hohen Le­bens­hal­tungs­kos­ten (61 Pro­zent). Vor allem Be­frag­te mit einem mo­nat­li­chen Haus­halts­net­to­ein­kom­men von unter 2500 Euro füh­len sich von den hohen Prei­sen über­for­dert – knapp 70 Pro­zent geben dies an; bei hö­he­ren Ein­kom­men sind es im­mer­hin noch knapp 57 Pro­zent.

Sor­gen be­rei­ten auch das Bil­den von Rück­la­gen und die Al­ters­vor­sor­ge (35 Pro­zent). Lau­fen­de Kos­ten wie Miete oder Hy­po­the­ken­zin­sen be­las­ten 21 Pro­zent der Deut­schen. Wie sich die Aus­ga­ben für Ur­laub und Freizeit­gestaltung (17 Pro­zent) fi­nan­zie­ren las­sen und wie be­stehen­de Schul­den (15 Pro­zent) zu­rück­ge­zahlt wer­den kön­nen, stellt viele Men­schen eben­falls vor Her­aus­for­de­run­gen. Nur jeder Sechs­te (16 Pro­zent) ist der­zeit frei von fi­nan­zi­el­len Sor­gen.

„Nach Mo­na­ten der Ent­span­nung zie­hen die Prei­se wie­der an: Im Sep­tem­ber lag die In­fla­ti­ons­ra­te bei 2,4 Pro­zent, im Ok­to­ber bei 2,3 Pro­zent. Vor allem hö­he­re Prei­se für Dienst­leis­tun­gen und stei­gen­de Net­to­kalt­mie­ten trei­ben die Teu­e­rung. Gleich­zei­tig wir­ken die Be­las­tun­gen der au­ßer­ge­wöhn­lich hohen In­fla­ti­ons­pha­se der Jahre 2022 und 2023 wei­ter nach. Die hohen Le­bens­hal­tungs­kos­ten be­stim­men für viele Men­schen den Alltag und drücken auf die Stimmung. Denn obwohl Reallöhne und Arbeitsmarkt eigentlich positive Signale senden, er­klärt Dr. Ul­rich Ste­phan, Chef­an­la­ge­stra­te­ge für Privat-​ und Fir­men­kun­den der Postbank, die ak­tu­el­le Stim­mungs­la­ge.

An Weihnachten wird gespart

Dass diese Un­si­cher­heit auch den Kon­sum be­ein­flusst, zeigt sich beim Blick auf Weih­nach­ten: Zwar plant die Mehr­heit, ähn­lich wie im ver­gan­ge­nen Jahr, den Kauf von Weih­nachts­ge­schen­ken fest ein (2025: 81 Pro­zent; 2024: 83 Pro­zent), doch die Bud­gets schrump­fen deut­lich. Jeder Drit­te (33 Pro­zent) be­ab­sich­tigt, we­ni­ger Geld als im Vor­jahr aus­zu­ge­ben. Die Zahl der Be­frag­ten, die unter 100 Euro für Weih­nachts­ge­schen­ke ein­pla­nen, steigt von 21 Pro­zent im Jahr 2024 auf ak­tu­ell 25 Pro­zent. Nur knapp 14 Pro­zent wol­len in den kom­men­den Wo­chen Auf­merk­sam­kei­ten für 400 Euro und mehr kau­fen – im Vor­jahr waren es noch rund 19 Pro­zent. 32 Pro­zent grei­fen für den Kauf der Prä­sen­te auf Er­spar­nis­se zu­rück und an­nä­hernd 15 Pro­zent auf Sonder­zahlungen wie bei­spiels­wei­se Weih­nachts­geld.

Deut­lich zu­ver­sicht­li­cher als der Rest der Be­völ­ke­rung ist die junge Ge­ne­ra­ti­on. 67 Pro­zent der 18- bis 24-​Jährigen und knapp 64 Pro­zent der 25- bis 34-​Jährigen bli­cken op­ti­mis­tisch auf ihre fi­nan­zi­el­le Zu­kunft; der Be­völ­ke­rungs­durch­schnitt liegt bei nur 47 Pro­zent. Jeder drit­te junge Mensch unter 25 Jah­ren (33 Pro­zent) schätzt seine Lage sogar bes­ser ein als im Vor­jahr (Be­völ­ke­rungs­durch­schnitt: 17 Pro­zent). Sie sind zudem be­reit, etwas groß­zü­gi­ger zu schen­ken: 21 Pro­zent der 18- bis 24-​Jährigen wol­len mehr Geld für Ge­schen­ke aus­ge­ben als im Vor­jahr, unter allen Be­frag­ten pla­nen nur knapp zehn Pro­zent hö­he­re Aus­ga­ben.

Damit setzt die jüngs­te Al­ters­grup­pe einen kla­ren Kon­tra­punkt in einer ins­ge­samt sta­gnie­ren­den Stim­mungs­la­ge: Wäh­rend ein Groß­teil der Be­völ­ke­rung vor­sich­tig bleibt, zei­gen die Jüngs­ten mehr Op­ti­mis­mus – und of­fen­bar auch mehr Ver­trau­en in ihre fi­nan­zi­el­le Ent­wick­lung.

Hinweis: Dieser Text ist aus Inhalten von NRWZ.de sowie mithilfe externer Quellen, ggf. unterstützt von künstlicher Intelligenz, verfasst worden.

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