„Ein Grieche im Schwarzwald“, so heißt der erste Film von Angelos Karakikes und seinem Team. Man kennt ihn in Rottweil gut, allerdings eher als Wirt vom El Greco. Dass Schauspielerei und Filmemachen seine große Leidenschaft sind, das kann man sich bald anschauen, denn in Kürze ist der Film im Central Kino in Rottweil auf der Leinwand zu sehen.
Und das ist erst der Anfang, denn „Ein Grieche im Schwarzwald“ ist nur ein Pilotfilm, wie Karakikes betont. Die Drehbücher für die kommenden acht Staffeln mit je acht Folgen hat er bereits geschrieben, derzeit ist er dabei, die Schauspieler für die nächste Folge auszusuchen, die ab September gedreht werden soll.
„Wir präsentieren uns hier selbst als Familie“, betont Angelos Karakikes, und das in einer Krimi-Komödie, die hauptsächlich in Rottweil gedreht wurde und wird und bei der man sich entsprechend über ungemein viel Lokalkolorit freuen darf. Auf Szenen, die in diversen Rottweiler Geschäften, im AMG, in der Kartbahn im Neckartal und natürlich im El Greco selbst gedreht wurden, auf eine Geschichte um kriminelle Machenschaften und Pokertische, um Karakikes selbst, der wegen Spielsucht in der Psychiatrie landet, und um einen Mordauftrag.
Neben seiner Frau Tatjana und den drei Kindern – zwei davon besuchen eine Schauspielschule in Stuttgart – spielen auch viele Rottweiler mit. Ausgesucht hat sie Angelos Karakikes selbst, derzeit ist er dabei, die Leute für die Dreharbeiten im Herbst auszuwählen. Und hat inzwischen seine eigene Agentur gegründet, die schon einige Leute an umfangreichere Produktionen vermittelt hat, einen sogar in eine Hollywood-Produktion.
Gute Verbindungen in die Filmbranche hat Karakikes nach eigenen Angaben schon länger, er spielt immer wieder in Filmen und Produktionen mit, kürzlich etwa im Blaulichtreport von RTL. „Ich habe als Komparse angefangen“, später kamen Produktionen wie „Ein Sommer im Schwarzwald“ vom SWR oder „Sophia Loren“ vom ZDF dazu, wo er auch Sprechrollen hatte. Und nun eben die eigenen Filme, von denen der erste eigentlich schon im Herbst ins Kino kommen sollte. Doch es hakte unter anderem an der Tonbearbeitung. Auch ein Grund, warum es nun mit eigenem Equipment weitergehen soll.
Auf die Frage, wann er als Wirt Zeit fürs Filmemachen findet, schmunzelt Angelos Karakikes. Bei Grillen in der Küche habe er viele Ideen, und natürlich sei da seine Frau Tatjana, die voll hinter ihm stehe Inzwischen gibt es auch zusätzliche Mitarbeiter im El Greco, damit der Chef mehr Zeit für seine Filme hat. „Am Anfang war das schon ein Spagat“, betont Tatjana Karakikes.
Denn irgendwie muss so ein Projekt ja auch finanziert werden. Dabei hilft, dass die Schauspieler Beteiligungsverträge haben. Inzwischen sind aber auch Sponsoren gefunden. „Und wir sind natürlich in Vorleistung gegangen.“
Inspirieren lässt sich der Rottweiler Filmproduzent übrigens unter anderem von „Hollywoodtürke“ Murat Ünal. „Er macht wie wir auch alles selbst.“ Und Karakikes betont ausdrücklich, dass auch sein Co-Produzent Türke ist. „Wir zeigen hier, dass Griechen und Türken sehr gut zusammenarbeiten können.“ Sein kleiner Beitrag für mehr Frieden auf der Erde.











