Großeinsatz am Samstag in Hüfingen im Schwarzwald-Baar-Kreis: Im Bereich des Lidl-Logistikzentrums ist am Abend ein Brand ausgebrochen. Polizei und Rettungskräfte rückten an, die Straße „Im Weiher“ wurde gesperrt. Das Logistikzentrum beliefert nach Unternehmensangaben 81 Lidl-Filialen in der Region – darunter nach aktuellem Stand auch Märkte im Raum Rottweil.
Update, 23.30 Uhr: Laut Einsatzleitung wurde die Feuerwehr Hüfingen gegen 21.15 Uhr zu einem Gebäudebrand im Bereich des Logistikzentrums am Rande von Hüfingen alarmiert. Das Feuer brach demnach im Palettenbereich außerhalb des Gebäudes aus – was zu starker Flammenbildung und dichter Rauchentwicklung führte. Das Gebäude selbst blieb vom Brand verschont; eine nennenswerte Verrauchung im Inneren wurde nicht festgestellt, hieß es. Das Feuer sei inzwischen niedergeschlagen, aktuell liefen Nachlöscharbeiten.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnmeldung für angrenzende Gemeinden herausgegeben. Die Einsatzkräfte führen noch Messfahrten in den betroffenen Bereichen durch. Zur Kontrolle der Fassadenbereiche ist außerdem eine Drohne im Einsatz. Die Brandwand habe laut Einsatzleitung standgehalten und das Gebäude geschützt.
Insgesamt sind rund 115 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Sanitätsdienst und Polizei vor Ort. Neben der Feuerwehr Hüfingen sind die Wehren aus Bräunlingen, Donaueschingen, Blumberg und Furtwangen-Schwenningen im Einsatz.
Unser Erstbericht: Das Polizeipräsidium Konstanz informierte am Samstagabend zunächst über seinen WhatsApp-Kanal über ein „Brandgeschehen“ in der Straße „Im Weiher“ in Hüfingen. Weitere Einzelheiten zur Ursache oder zum Ausmaß des Feuers lagen zunächst nicht vor. Die Polizei teilte lediglich mit, dass Rettungskräfte und Polizei im Einsatz seien und der Bereich um die Einsatzstelle gesperrt wurde.
Videoaufnahmen, die der NRWZ vorlagen, zeigten das Ausmaß des Feuers: Aus dem Bereich am Gebäudekomplex schlugen mächtige Flammen, eine massive schwarze Rauchsäule stieg weithin sichtbar in den Abendhimmel auf. Das Feuer war demnach bereits in einem frühen Stadium des Einsatzes von erheblicher Größe. Ein zweites Video aus größerer Entfernung verdeutlichte das Bild weiter: Über dem Gelände des Logistikzentrums stiegen mächtige Flammen auf, die das gesamte unmittelbare Umfeld in orangefarbenes Licht tauchten. Erkennbar war dabei, dass das Feuer im Bereich der Laderampen und des Außengeländes des Gebäudekomplexes brannte – der charakteristische schwarzgraue Fassadenstreifen des Lidl-Logistikzentrums war links im Bild zu sehen. Die Rauchsäule hatte zu diesem Zeitpunkt gewaltige Dimensionen angenommen und stieg senkrecht in den Nachthimmel.
Der für die Region zuständige Südkurier berichtete in einem frühen Beitrag von einem Flammeninferno. Das Feuer sei bis nach Donaueschingen zu sehen gewesen, hunderte Einsatzkräfte seien nach Hüfingen ausgerückt. Es handele sich um einen der schlimmsten Brände seit Jahren. Eine behördliche Bestätigung zu diesen Angaben stand zunächst aus.
Gegen 23 Uhr war das Feuer nach vorliegenden Informationen gelöscht. Den Informationen zufolge brannte dabei nicht das Logistikzentrum selbst – das Feuer entstand demnach im Nahbereich außerhalb des Gebäudes. Die Fassade wurde allerdings stark in Mitleidenschaft gezogen. Inwieweit der Innenbereich betroffen ist, blieb zunächst unklar.


Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich nach Informationen der NRWZ um das Lidl-Logistikzentrum der Region Hüfingen. Der Standort versorgt laut Unternehmensangaben insgesamt 81 Filialen in der Region mit Waren. Dazu zählen nach aktuellem Kenntnisstand auch Lidl-Märkte im Landkreis Rottweil und den umliegenden Regionen. Das Logistikzentrum in Hüfingen ist ein großdimensionierter Regionalstandort: Der Gebäudekomplex misst 260 Meter Länge und 110 Meter Breite und verfügt über einen umbauten Raum von rund 30.000 Quadratmetern – mit verschiedenen Temperatur- und Lagerbereichen für die Versorgung der angeschlossenen Filialen in Südbaden und Südwürttemberg.
Ob der Brand Auswirkungen auf die Belieferung der angeschlossenen Filialen haben wird, ist noch unklar. Zur genauen Brandursache lagen zunächst keine offiziellen Angaben vor.
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